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Kommentar zu Ryanair

Warnung vorm Düsentriebkapitalismus

Die Fluggesellschaft Ryanair erwartet in diesem Jahr einen neuen Rekord an Passagieren.

Frankfurt am Main. In der Geschichte der kommerziellen Fliegerei waren die Zeiten noch nie so unsicher wie heute. Die Preisentwicklung für Kerosin – der wichtigste Kostenfaktor der Airlines – ist absolut unberechenbar geworden. Niemand weiß, was der Krieg in der Ukraine und die Spätfolgen der Pandemie noch alles an Verwerfungen bringen. Trotzdem erwartet das Management des irischen Unternehmens im aktuellen Geschäftsjahr 165 Millionen Passagiere.

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Das wäre ein neuer Rekord und noch einmal deutlich mehr als 2019, also vor Corona. Ist Konzernchef Michael O‘Leary größenwahnsinnig geworden? Nein, vieles spricht dafür, dass er Recht behalten wird. Denn die Iren haben bewiesen, dass sie wie keine andere Airline von unsicheren Zeiten profitieren können. Weil sie extrem agil ist. Neue Destinationen werden im Halbjahresrhythmus angeboten und ebenso schnell wieder gestrichen. Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Kosten um eine Milliarde Euro gedrückt. Das erhöht Spielräume bei den Ticketpreisen, so lässt sich die Auslastung der Maschinen besser steuern, was entscheidend für den Gewinn ist.

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Politik und Gewerkschaften müssen gegensteuern

Ryanair setzt damit als europäischer Marktführer die Konkurrenz immer stärker unter Druck. Das gilt auch für die Lufthansa-Gruppe. Umso wichtiger wird, dass Politiker und Gewerkschafter ein bisschen Sand ins Getriebe des Düsentriebkapitalismus streuen, indem sie auf faire Arbeitsbedingungen und guten Verbraucherschutz achten. Das schützt nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Fluggesellschaften selbst vor den Weg in einen selbstzerstörerischen Wettbewerb.

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