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Statt eines Importstopps

Russland für sein eigenes Öl und Gas zahlen lassen? Ökonomen schlagen Abgabe auf Energieimporte vor

In der Erdölraffinerie PCK in Schwedt kommt Rohöl aus Russland über die Pipeline „Freundschaft" an.

Berlin.Als Alternative zu einem Importstopp für Öl und Gas aus Russland bringen Ökonomen eine Abgabe ins Spiel. So könnten russische Einnahmen gemindert und westliche Einnahmen gesteigert werden, argumentieren Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Axel Ockenfels von der Universität Köln in einem gemeinsamen Gastbeitrag im „Handelsblatt“ am Dienstag.

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Eine solche von Russland zu zahlende Abgabe hätte drei Effekte, schreiben die beiden Wirtschaftswissenschaftler. „Erstens können die Bezugspreise für die Abnehmer steigen und die Liefermengen sinken. Zweitens reduziert sich der Gewinn Russlands. Und drittens entstehen Einnahmen für den Westen, die sonst zumindest teilweise in Russlands Staatskasse geflossen wären.“

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Im Sinne einer möglichst wirksamen Durchsetzung schlagen Edenhofer und Ockenfels ein „möglichst großes internationales Nachfragekartell“ vor, das sich gemeinsam auf eine Untergrenze für die Abgabe einigt. Mitgliedern stünde es frei, auch ein vollständiges Import-Embargo für russische Energie zu verhängen.

Die Höhe der Abgabe könne zudem flexibel der Lage angepasst werden, um auf die Gewalt des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die ukrainische Zivilbevölkerung, auf mögliche Zugeständnisse der russischen Seite oder eine zunehmende Unabhängigkeit der westlichen Energieversorgung reagieren zu können. Die Einnahmen wiederum könnten in einen Treuhandfonds für einen späteren Wiederaufbau der Ukraine fließen, schlagen Edenhofer und Ockenfels vor, oder auch in den ökonomischen Wiederaufbau Russlands, „jedenfalls sofern es dort Hoffnung auf eine Demokratisierung gibt“.

RND/dpa

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