Aktuelle Rückrufe und Produktwarnungen im Überblick

  • Wegen Verunreinigungen oder falschen Produktangaben kommt es immer wieder zu Rückrufaktionen von Produkten.
  • Hier finden Sie aktuelle Rückrufaktionen und Warnungen im Überblick.
  • Aktuell gibt es einen Rückruf für Reis von Uncle Ben's.
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Hannover. Keime in Wurst und Milch, Plastikteilchen im Toast oder Folie in Babybrei – kaum eine Woche vergeht, in der Verbraucher nicht von einer Rückrufaktion für Lebensmittel betroffen sind. Doch auch für Möbel und Bedarfsgegenstände gibt es immer wieder Produktwarnungen. Als Konsumenten sind Verbraucher auf transparente Informationen und eine zuverlässige Überwachung von Qualitäts- und Hygienestandards angewiesen.

Doch wer ist für die Überprüfung zuständig, wie können Verbraucher mangelhafte Produkte melden und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Rückruf und einer Rücknahme?

Aktuelle Lebensmittelwarnungen und Rückrufaktionen im Überblick

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Hier informieren wir über aktuelle Rückrufe und Produktwarnungen in deutschen Bundesländern. Als Quelle dienen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und das Verbraucherportal produktwarnung.eu.

6. März 2020: Uncle Ben’s-Reis zurückgerufen

Mars Food informiert über den Rückruf von Uncle Ben´s Original-Langkornreis im Kochbeutel (10 min, 1kg). Das Unternehmen teilte mit, es könnte sein, dass sich in einigen Packungen des Produktes kleine Metallsplitter befinden. Betroffen sind laut dem Rückruf-Internetportal produktwarnung.eu Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 13.8.2022 und dem EAN-Code 5410673854001. Der EAN-Code steht auf der Unterseite der Packungen.

23. Februar 2020: Damenschuhe mit Chrom belastet

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Primark ruft Damenschuhe mit dem Namen “Wide Fit Kitten Heel Court Shoe” zurück, die im Zeitraum vom 11. Januar 2019 bis zum 4. Januar 2020 in den Filialen des Textildiscounters verkauft wurden. Laut Primark wurde im Innenfutter des Produktes eine Überschreitung des gesetzlich festgelegten Grenzwertes für Chrom VI festgestellt. Das könnte zu zu allergischen Hautreaktionen führen.

Primark ruft Damenschuhe zurück.
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Kunden, die den Schuh gekauft haben, sollten ihn nicht weiter nutzen. Bei Rückgabe erfolgt nach Angaben von Primark eine vollständige Rückerstattung des Kaufpreises, der Kaufbeleg werde dazu nicht benötigt.

20. Februar 2020: Weintrauben mit erhöhter Pestizidbelastung bei Rewe und Penny

Die Eurogroup Deutschland GmbH ruft vorsorglich Tafeltrauben der Marke Thompson zurück, die in mehreren Bundesländern in Märkten von Rewe und Penny verkauft wurden. Die Weintrauben könnten eine erhöhte Belastung an Pestizidrückständen aufweisen. Vom Verzehr wird dringend abgeraten.

Diese Produkte sind vom Rückruf betroffen

  • Produkt: Tafeltrauben hell
  • Hersteller: Thompson seedless
  • Menge: 500g
  • Chargennummer: Losnummer 07-03 mit der GGN (Global G.A.P. Nummer) 4063061228598
  • Betroffene Bundesländer: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Kunden können das gekaufte Produkt im jeweiligen Markt zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet. Eine Vorlage des Kassenbons ist nicht nötig. Bei Fragen können sich Verbraucher unter qs@eurogroupde.eu melden, der Dienst ist werktags von 8 bis 18 Uhr besetzt und erreichbar.

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20. Februar 2020: Homann ruft Hamburger Sauce zurück – Falsches Etikett

Wegen eines Etikettierungsfehlers ruft der Lebensmittelhersteller Homann Hamburger Sauce zurück. Einzelne Flaschen der Sauce (450ml) der Marke Homann könnten ein anderes Produkt enthalten, in dem Weizen, Ei und Senf Bestandteil der Rezeptur seien, teilte das Feinkost-Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Das Produkt wurde in Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen verkauft worden. Betroffen sind Saucen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 13.07.2020 und der Chargennummer L10530281.

Der Verzehr kann dem Unternehmen zufolge bei Personen, die an einer Weizen-, Ei-, oder Senfunverträglichkeit leiden, zu allergischen Reaktionen führen. Bei Rückgabe werde das Produkt ausgetauscht oder der Preis erstattet, teilte die Firma aus dem niedersächsischen Dissen mit.

20. Februar 2020: Allergiker sollen wichtiges Notfall-Produkt austauschen

Notfall-Pens zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen werden wegen eines Fehlers zurückgerufen. Es geht um die Produkte “Emerade 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen”, wie die Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik mitteilte. Der Rückruf betrifft demnach chargenübergreifend alle “Emerade” Fertigpens mit einem Verfallsdatum bis einschließlich 10/2020. Hintergrund sei, dass einige der Pens eine größere Kraft zum Aktivieren benötigten oder sich nicht aktivieren ließen.

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Patienten, denen in den vergangenen 18 Monaten ein solcher Pen verordnet wurde, sollen nach Angaben des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diesen daher in einer Apotheke zurückgeben. Um die Sicherheit der Patienten nicht zu gefährden, sollen die vom Rückruf betroffenen Pens jedoch erst nach Erhalt eines Alternativ-Produktes zurückgebracht werden. Mehr dazu...

19. Februar 2020: Andechser Molkerei ruft Reibekäse wegen Kunststoffteilchen zurück

Die Andechser Molkerei Scheitz ruft einen Reibekäse zurück. Aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes sollten Käufer das Produkt „Andechser Natur Bio Reibekäse" nicht verwenden, wie das Unternehmen mitteilte. In den Beuteln könnten sehr kleine, etwa 3,2 Millimeter große Stücke blauen Plastiks enthalten sein. Es bestehe beim Verzehr Verletzungsgefahr. Der Reibekäse wird bundesweit in Reformhäusern und dem Lebensmitteleinzelhandel vertrieben.

Diese Produkte sind vom Rückruf betroffen

  • „Andechser Natur Bio Reibekäse"
  • 150g-Beutel
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 03.04.2020

Verbraucher, die den Käse gekauft haben, sollten ihn in die Verkaufsstätte zurückzubringen. Dort werde ihnen der Kaufpreis in voller Höhe erstattet

14. Februar 2020: Achtung, diese Limoflasche könnte bersten

Die Staatliche Mineralbrunnen AG Bad Brückenau ruft den Artikel “Staatl. Bad Brückenauer Orangenlimonade 12 x 0,7 l Glas”, mit dem MHD “mindestens haltbar bis 09.10.20” zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, besteht der Verdacht für eine punktuelle biologische Verunreinigung einzelner Flaschen. Dadurch könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Überdruck kommt und eine Berstgefahr besteht.

Die Limonade wurde in Nord-Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz vertrieben. Sollten Kunden das Produkt zurück in den Laden bringen, sollten sie beim Transport vorsichtig sein.

13. Februar 2020: Wegen Kunststoffteilen: Rewe ruft Zupfkuchen zurück

Die Firma B+F Bakery & Food aus Nordrhein-Westfalen ruft einen Zupfkuchen zurück, der bei Rewe verkauft wird: Es gehe um das Produkt „Rewe Beste Wahl, Zupfkuchen, 500g, tiefgefroren“ (EAN: 4388844078796, Mindesthaltbarkeitsdatum 31.10.2020, Charge: L304-1011119).

Vom Verzehr werde dringend abgeraten - aufgrund eines Produktionsfehlers sei „nicht auszuschließen, dass sich in dem Produkt im Einzelfall weiße Kunststoffteile befinden können“. Kunden können das betroffene Produkt im jeweiligen Markt zurückgeben und bekämen den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

12. Februar 2020: Netto ruft Schlemmerfilet à la Italia zurück

Wegen der möglichen Verunreinigung durch Kunststoffteile ruft der Discounter Netto das Fischprodukt "Schlemmerfilet à la Italia" der Marke SeaGold zurück. Betroffen sind die 400-Gramm-Packungen mit der Chargennummer L9338. Diese findet sich zusammen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Verpackungsschmalseite.

Die betroffene Ware wurde seitens des Herstellers und Handelsunternehmens umgehend aus dem Verkauf genommen, wie Netto auf seiner Website berichtet. Kunden erhalten den Kaufpreis gegen Vorlage der leeren Verpackung oder des Kassenbons erstattet.

  • Produktbezeichnung: SeaGold Schlemmerfilet à la Italia (400-Gramm-Packung)
  • Grund der Warnung: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weiße Kunststoffteile in einzelnen Packungen des Schlemmerfilets enthalten sein können.
  • Betroffene Bundesländer: Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

11. Februar 2020: Hersteller warnt vor Camembert wegen gefährlicher Kolibakterien

Die Bauer Freigeist GmbH in Sachsen-Anhalt warnt vor dem Verzehr des „Wiepkes Camembert Bio Weichkäse“. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens Produkte mit der Chargennummer 2001071 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 18. Februar 2020. Nach Angaben des Unternehmens kann „eine mikrobiologische Belastung des Produkts nicht ausgeschlossen werden“. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin erklärte, dass Shigatoxin bildende E.coli nachgewiesen worden seien.

11. Februar 2020: Hersteller ruft Gouda von Milbona zurück – es besteht Verletzungsgefahr

Der niederländische Hersteller Delicateur ruft Gouda zurück, der beim Discounter Lidl verkauft wurde. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Kunststoff in dem geriebenen Gouda der Marke Milbona enthalten ist. Daher bestehe Verletzungsgefahr. Betroffene Kunden können das Produkt in allen Lidl-Filialen reklamieren. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

  • Produktbezeichnung: Milbona Gouda (jung gerieben und mindestens 7 Wochen gereift), 250 Gramm, Losnummer: 893839538051060191224
  • Grund der Warnung: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass blaue Kunststofffremdkörper in dem Produkt enthalten sind.
  • Betroffene Bundesländer: Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

5. Februar 2020: GutBio-Kirchererbsen von Aldi zurückgerufen

Clama ruft die Bio Kichererbsen mit Quinoa und Gemüse zurück, wobei nach Angaben des Herstellers nur die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2023 betroffen ist. "Bei dem Produkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass vereinzelt Glassplitter enthalten sein könnten", heißt es seitens Clama.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf dem Deckel des Glases abgedruckt. Geliefert wurde die Charge laut Clama in das gesamte Aldi-Nord-Gebiet - betroffene Ware könne in allen Filialen zurückgegeben werden. Zusätzlich hat Clama eine Hotline für Rückfragen geschaltet, diese ist unter 0800-6648203 erreichbar.

4. Februar 2020: Der Arzneimittelkonzern Puren Pharma ruft mehrere Medikamente zurück

Der bayrische Arzneimittelkonzern Puren Pharma ruft 235 Chargen verschiedener Medikamente zurück. Bei Inspektionen im November und Dezember war aufgefallen, dass die Beilagen der Verpackungen nicht den geltenden Vorschriften entsprachen.

  • Produkbezeichnungen: Atorvastatin PUREN (Filmtabletten), Candesartan PUREN (Tabletten), Candesartan-comp PUREN (Tabletten), Diclo-Divido (Retardkapseln), Docetaxel Aurobindo (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung), Finasterid PUREN (Filmtabletten), Fluvastatin PUREN (Retardtabletten), Ibuprofen PUREN (Granulat), Lansoprazol Aurobindo (magensaftresistente Hartkapseln), Levetiracetam PUREN (Filmtabletten), Levodopa / Carbidopa / Entacapon PUREN (Filmtabletten), Oxaliplatin Aurobindo (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung), Oxycodonhydrochlorid PUREN (Hartkapseln), Oxycodonhydrochlorid PUREN (Retardkapseln), Oxycodon-HCI / Naloxon-HCI PUREN (Retardkapseln), Quetiapin PUREN (Filmtabletten), Topiramat PUREN (Filmtabletten)
  • Grund der Warnung: Nicht den Vorschriften entsprechende Beipackzettel
  • Betroffene Bundesländer: bundesweit

23. Januar 2020: Die Nudelmanufaktur Dietrich ruft verschiedene Nudelsorten zurück

Die Nudelmanufaktur Dietrich/Hohenloher Landnudeln ruft verschiedene Nudelsorten zurück. Grund dafür sind Salmonelle, die in den Produkten gefunden wurden. Gesundheitsgefahren bestehen beim Verzehr der rohen Produkte, bei der Zubereitung entsprechend der Zubereitungsempfehlung besteht laut Hersteller keine Gefahr.

  • Produktbezeichnung: Nudeln mit 35% Ei: Bandnudel N°9 und N°15, Wellenband, Spirelli, Spaghetti, Schneckle, mit 500g und 250g
  • Grund der Warnung: Salmonellen in den Produkten nachgewiesen
  • Betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg

20. Januar 2020: Stevens warnt davor, Base-Bar-Lenker weiterhin zu nutzen

Die Stevens Vertriebs GmbH ruft den Fahrradlenker des Triathlonrades Stevens Volt zurück. Sie warnt davor, die betroffenen Räder der Modelljahrgänge 2018 bis 2020 weiterhin zu nutzen. Zudem rät das Unternehmen Käufern dazu, sich an den entsprechenden Händler zu wenden, um den Lenker kostenfrei austauschen zu lassen.

  • Produktbezeichnung: Base-Bar-Lenker "Aeria Ultimate" (betroffenes Radmodell: Stevens Volt der Modelljahrgänge 2018 bis 2020)
  • Grund der Warnung: Berichte über Risse und Brüche der Fahrrad Aerobars
  • Betroffene Bundesländer: bundesweit

17. Januar 2020: Verdacht auf Plastikteilchen in Mozzarella von Aldi Nord

Wegen des Verdachts auf Verunreinigung durch Plastikteile ruft die bayerische Molkerei Bayernland vorsorglich Mozzarella der Marke D'Antelli zurück. Verkauft wurde der Käse in Filialen von Aldi Nord.

  • Produktbezeichnung: D'Antelli Mozzarella, Sorte Classico, 125 Gramm
  • Grund der Warnung: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weiße Plastikfremdkörper in dem Artikel enthalten sein könnten.
  • Betroffene Bundesländer: Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein

17. Januar 2020: "Knorr Fix für Sauerbraten" fälschlich als vegan gekennzeichnet

Unilever ruft das Tütenprodukt "Fix für Sauerbraten" der Marke Knorr zurück. Das Produkt sei nach einer Verpackungsänderung fälschlicherweise als vegan statt als vegetarisch deklariert worden. In der Zutatenliste sind Molkenerzeugnis und Milchzucker enthalten.

  • Produktbezeichnung: KNORR FIX für Sauerbraten
  • Grund der Warnung: Nicht gekennzeichnete Allergene
  • Betroffene Bundesländer: bundesweit

17. Januar 2020: Gefahr durch berstende Getränkflaschen

Die Flaschen des Bio-Erfrischungsgetränks "MandelRose" der Privatbrauerei Wittingen können beim Öffnen Überschäumen oder bei fortdauernder Gärung bersten. Grund sind aktive Hefezellen mit einer Alkoholbildung bis zu 1 Prozent.

  • Produktbezeichnung: MandelRose, Bio-Erfrischungsgetränk
  • Grund der Warnung: Es wurden aktive Hefezellen festgestellt mit einer Alkoholbildung bis zu 1 %, die beim Öffnen überschäumen bzw. bei einer fortdauernden Gärung bersten können.
  • Betroffene Bundesländer: Hessen, Niedersachsen

17. Januar 2020: Unerwünschte Inhaltsstoffe in gerebeltem Oregano von Fuchs

Der Gewürzhersteller Fuchs ruft gerebelten Oregano in der 250-Gramm-Packung zurück. Grund seien unerwünschte Inhaltsstoffe. Produktproben hätten einen hohen Gehalt an sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden festgestellt. Bei übermäßigem Verzehr könnten diese gesundheitsschädlich sein, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte. Bei Rückgabe des Produktes im Geschäft werde der Kaufpreis erstattet.

  • Produktbezeichnung: Fuchs Professional Oregano gerebelt, 250 Gramm, Losnummer: 9176CA
  • Grund der Warnung: Befund von Pyrrolizidinalkaloiden
  • Betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

16. Januar 2020: Butchers & Bicycles ruft Kindersitz zurück

Die Firma Butchers & Bicycles ruft den Doppelkindersitz "Child Seat for Two" zurück. Betroffen sind die Sitze mit der Artikelnummer 0360. In drei Unfällen, die der Firma gemeldet wurden, hatten sich die Kindersitze aus ihrem Transportkasten gelöst.

15. Januar 2020: Ikea ruft Trinkbecher "Troligtvis" zurück

Wegen möglicher Chemikalien-Belastung ruft das Möbelhaus Ikea einen Reise-Trinkbecher zurück. Ikea bittet Kunden, die den Becher "Troligtvis" mit der Bezeichnung "Made in India" gekauft haben, diesen nicht mehr zu verwenden. Zur Begründung hieß es in der Mitteilung vom 15.01.2020: "Aktuelle Tests haben gezeigt, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte freigesetzter Chemikalien unter Umständen überschritten werden."

  • Produktbezeichnung: Reisebecher TROLIGTVIS "Made in India"
  • Grund der Warnung: Mögliche Überschreitung der zulässigen Migrationswerte für Dibuthylphthalat (DBP)
  • Betroffene Bundesländer: bundesweit

10. Januar 2020: Glassplitter in Weichkäse

Der niederländische Lebensmittelhersteller Sofra Dairy Products B.V. hat eine Charge eines nach Deutschland verkauften Weichkäses zurückgezogen. Der Käse könne Glassplitter enthalten, teilte das Unternehmen am Freitag über das amtliche Portal Lebensmittelwarnung.de mit.

  • Produktbezeichnung: Erzincan Tulum Peyniri, Nomaden-Weichkäse nach türkischer Art, 45% Fett in Tr.
  • Grund der Warnung: Glassplitter
  • Betroffene Bundesländer: Berlin, Nordrhein-Westfalen

9. Januar 2020: Lubs ruft Fruchtriegel zurück

Wegen der Gefahr von Schimmelpilzgift in Feigen hat das Lübecker Unternehmen Lubs zwei Fruchtriegelsorten zurückgerufen. In den für die Riegel "Mandel & Vanille" sowie "Banane & Mandel" verwendeten Feigen sei ein erhöhter Ochratoxin-A-Gehalt (OTA) festgestellt worden, teilte eine Unternehmenssprecherin am 9. Januar in Lübeck mit.

  • Produktbezeichnung: Lubs Fruchtriegel Mandel-Vanille & Lubs Fruchtriegel Banane-Mandel
  • Grund der Warnung: Erhöhte Gehalte an Ochratoxin A (OTA, Schimmelpilzgift) in den zur Herstellung verwendeten Feigen
  • Betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

9. Januar 2020: Großhändler ruft Wildlachs zurück

Wegen eines falschen Verbrauchsdatums auf der Packung warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vor dem Verzehr des Wildlachs-Produkts mit dem Namen "Youkon Wildlachs Wild & Red". Fälschlicherweise sei das Datum 8.3.2020 aufgedruckt worden und nicht der 8.1.2020, wie die Behörde am 9. Januar 2020 mitteilte.

  • Produktbezeichnung: Youkon Wildlachs Wild & Red
  • Grund der Warnung: falsches Verbrauchsdatum
  • Betroffene Bundesländer: Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein

9. Januar 2020: Rückruf von Hanftee

Wegen eines zu hohen THC-Gehalts ruft der Berliner Teehersteller Ökotopia seinen "Hanfblätter und -Blüten"-Tee zurück. Betroffen sind die 500- und 40-Gramm-Packungen mit einem Mindeshaltbarkeitsdatum zwischen 17.03. und 16.04.2022.

  • Produktbezeichnung: Hanfblüten und -blätter kbA
  • Grund der Warnung: erhöhter THC-Gehalt
  • Betroffene Bundesländer: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen

Wer ist für die Überwachung von Lebensmittelstandards zuständig?

Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Sicherheit von Lebensmitteln beim Hersteller. Das regelt die EU-Verordnung "zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts" (VO (EG) Nr. 178/2002). Somit müssen die Unternehmen Sorge dafür tragen, dass sie keine Lebensmittel in den Verkehr bringen, die die Gesundheit oder Sicherheit der Verbraucher gefährden. Dafür werden interne Gefahrenanalysen und Kontrollen durchgeführt. Die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer überprüfen die Eigenkontrolle der Hersteller regelmäßig.

Wann gibt es einen Rückruf?

Lebensmittel- und Produktwarnungen informieren die Öffentlichkeit über Produkte, die ein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko für Verbraucher darstellen. Finden sich in Lebensmitteln beispielsweise Fremdgegenstände oder Verunreinigungen, sind Hersteller verpflichtet, die betroffenen Produkte zurückzunehmen oder zurückzurufen. Auch wenn Produkte unvollständig oder fehlerhaft beschrieben sind, können sie reklamiert werden.

Auch für Kosmetik, Reinigungs- und Pflegeprodukte, Kinderspielzeug und andere Bedarfsgegenstände können Produktwarnungen ausgesprochen werden. Finden sich in den Produkten Unreinheiten oder Mängel, müssen Hersteller diese vom Markt nehmen.

Rückruf oder Rücknahme – was ist der Unterschied?

Nicht immer kommt es zu einem Rückruf von Lebensmitteln und Produkten. Ist das unsichere Lebensmittel oder fehlerhafte Produkt noch nicht in Umlauf gebracht worden, erfolgt eine sogenannte Rücknahme durch den Hersteller. In diesem Fall fordert das Unternehmen seine Handelspartner auf, das Produkt aus dem Verkehr zu nehmen. Meist bekommen Verbraucher solche "stillen Rücknahmen" gar nicht mit.

Ist das Produkt bereits an Verbraucher verkauft worden, muss ein öffentlicher Rückruf erfolgen. Wie dieser erfolgt, ist nicht einheitlich festgelegt. Viele Geschäfte informieren ihre Kunden über Aushänge im Geschäft. Doch auch eine Veröffentlichung im Internet oder in der Presse ist üblich. Wichtig ist, dass der Rückruf die Verbraucher erreicht.

Wer kann Produkte oder Lebensmittel melden?

Prinzipiell können sich Verbraucher an das zuständige Lebensmittelüberwachungsamt wenden, wenn sie verunreinigte Lebensmittel finden. Alternativ kann auch der jeweilige Lebensmittelproduzent direkt kontaktiert werden.

Für den Rückruf zuständig ist der jeweilige Hersteller, Händler oder Inverkehrbringer.

Besteht ein Ersatzanspruch?

In der Regel ist der Händler der Ware, die zurückgerufen wurde, der erste Ansprechpartner für Kunden. Ein nicht einwandfreies Produkt kann im Geschäft entweder umgetauscht oder, sofern das nicht möglich ist, erstattet werden. Wichtig hierfür ist, dass der Kunde den Kauf und die Beeinträchtigung der Ware beweisen kann. Allerdings erstatten viele Hersteller Verbrauchern den Kaufpreis auch ohne Kassenbeleg.

RND/pf/dpa



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