Plastikfreier Einkauf: Bei Rossmann kommt jetzt Waschmittel aus dem Zapfhahn

  • Besonders bei unseren Drogerieeinkäufen fallen häufig große Mengen an Plastikmüll an.
  • Um dem entgegenzuwirken, startet Rossmann in Tschechien ein Pilotprojekt.
  • An Zapfanlagen sollen Kunden ihre Produkte selber abfüllen können und dabei Verpackungsmüll sparen.
Talisa Moser
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Nach Obst- und Gemüsenetzen im Supermarkt und den Gebühren auf Plastiktüten startet der Drogeriemarkt Rossmann ein neues Pilotprojekt für den Umweltschutz: In ausgewählten tschechischen Filialen können Kunden sich seit Ende 2019 besonders gefragte Produkte in eigene Behältnisse abfüllen, wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) berichtet. Rossmann kooperiert bei dem Projekt mit dem Hersteller Henkel und bietet dessen Produkte der Laundry & Home Care- und Beauty Care-Reihe für die Kundinnen und Kunden zum Abfüllen an.

Flasche mitbringen und sparen

Besonders Produkte, die schnell aufgebraucht sind und entsprechend zeitnah nachgekauft werden müssen, möchten Henkel und Rossmann den Kunden nun ohne Plastikverpackung zur Verfügung stellen. Dazu zählen Waschmittel, Weichspüler, Geschirrspülmittel, Shampoo und Duschgel.

Zum Abfüllen erhalten Kunden im Markt einmalig eine Flasche des jeweiligen Produkts, die sie beliebig oft wiederverwenden können. Henkel hat es sich eigenen Angaben zufolge zum Ziel gesetzt, seine Verpackungen bis 2025 zu 100 Prozent wiederverwendbar, kompostierbar oder recyclingfähig zu machen. Bisher habe das Unternehmen 80 Prozent davon erreicht.

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Deutschlands Nachbarländer als Vorreiter

Rossmann ist nicht der erste Drogeriemarkt, der solche Abfüllstationen in seinen Märkten anbietet. DM brachte laut der LZ bereits 2018 Nachfüllstationen in 24 Filialen in Österreich unter. Interspar testet ähnliche Zapfanlagen für Spül- und Waschmittel in ausgewählten Märkten in Wien und Salzburg.

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Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastik hergestellt, so das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) auf seiner Internetseite. Eine große Menge davon wird nicht wiederverwendet und landet in der Natur. Der Verzicht auf Plastikverpackungen könnte dem entgegenwirken.