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Paris, Marseille, Bordeaux: Weiter Massenproteste gegen Rentenreform in Frankreich

  • Am Mittwoch sind erneut Tausende Franzosen auf die Straße gegangen, um gegen die Rentenreform zu protestieren.
  • Am Donnerstag wollen sich Sozialpartner und Regierungsvertreter zu einer Konferenz zur Finanzierung der Reform treffen.
  • Im Dezember begannen die Demonstrationen. Es war der achte Protesttag.
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Paris. In Frankreich sind erneut Tausende aus Protest gegen die Rentenreform auf die Straße gegangen. Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am Mittwoch etwa in der Hauptstadt Paris, der Hafenmetropole Marseille, in Toulouse und Bordeaux. Gewerkschaften hatten zu dem Massenprotest aufgerufen - es ist mittlerweile der achte große Protesttag seit Beginn der Streiks und Demonstrationen Anfang Dezember. Am vergangenen Freitag hatten nach Angaben des Innenministeriums landesweit rund 249.000 Menschen demonstriert.

Am Hafen in Marseille gab es erneut Blockaden und Streiks, wie der Sender Franceinfo berichtete. In Paris versammelten sich Reformgegner am Mittwoch im Süden der Stadt, am Place d'Italie. Der Nahverkehr in der Hauptstadt lief weitgehend normal. Landesweit warnte die französische Staatsbahn SNCF vor allem vor Behinderungen im Regionalverkehr.

In Marseille ziehen Demonstranten mit Flaggen und Transparenten durch die Straßen. Alle sind sich einig: Sie wollen die Rentenreform nicht. © Quelle: Daniel Cole/AP/dpa
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Am Donnerstag wollen sich Sozialpartner sowie Vertreterinnen und Vertreter der Regierung zu einer Konferenz zur Finanzierung der Rentenreform treffen. Die Reform müsse mit Blick auf die soziale Gerechtigkeit stark verbessert werden, sagte Laurent Berger von der gemäßigten Gewerkschaft CFDT dem Sender BFMTV. Die CFDT hatte nicht zu der neuen Massendemonstration aufgerufen.

In der vergangenen Woche hatte die französische Regierung trotz der Proteste den Gesetzentwurf zur Rentenreform auf den Weg gebracht. Im Gespräch mit der französischen Zeitung "Le Nouvel Obs" vergleicht Präsident Emmanuel Macron die Demonstrationen mit einem Grabenkrieg. Die Regierung will ein universelles Rentensystem schaffen, um 42 Einzelsysteme zu ersetzen. Damit sollen auch Privilegien für einzelne Berufsgruppen eingeschränkt werden.

RND/dpa

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