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Palantir: Umstrittene Datenfirma schreibt jährlich bis zu 600 Millionen Dollar Minus

  • Das US-Unternehmen Palantir ist darauf spezialisiert für Behörden große Datenmengen auszuwerten.
  • Zuletzt stand Palantir jedoch wegen seiner intransparenten Zusammenarbeit mit Geheimdiensten in der Kritik.
  • Ein Börsenprospekt offenbart nun, wie schlecht es finanziell um das Unternehmen aus dem Silicon Valley steht.
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Denver. Die geheimnisumwobene Datenfirma Palantir arbeitet mit hohen Verlusten. Der am Dienstag veröffentlichte Börsenprospekt enthüllte, dass Palantir das vergangene Jahr mit roten Zahlen von rund 590 Millionen Dollar abschloss – und 2018 gab es ein Minus von fast 600 Millionen Dollar. Dabei erreichte der Umsatz 2019 gerade einmal gut 740 Millionen Dollar.

Palantir ist spezialisiert auf Datenanalysen und arbeitet viel mit Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten zusammen, vor allem in den USA. Auch deshalb hielt sich das Unternehmen stets sehr bedeckt, was sein Geschäft und seine Kunden angeht. Mit dem Gang an die Börse werden nun zumindest die Geschäftszahlen offengelegt.

Palantir-Chef verteidigt Zusammenarbeit mit Militär

Palantir-Chef Alex Karp ging in dem Börsenprospekt zugleich hart ins Gericht mit dem Silicon Valley. Von Beginn an habe Palantir Gelegenheiten abgelehnt, Daten zu verkaufen oder zu sammeln. "Andere Technologieunternehmen, darunter einige der größten in der Welt, haben ihr gesamtes Geschäft darauf aufgebaut." Die Software von Palantir werde dagegen eingesetzt, um gegen Terroristen vorzugehen und für die Sicherheit von Soldaten zu sorgen.

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Zugleich beklagte Karp: "Software-Projekte mit Militär und Geheimdiensten in unserem Land, deren Aufgabe es ist, für unsere Sicherheit zu sorgen, sind kontrovers geworden." Unter den Gründern von Palantir ist der Milliardär Peter Thiel, einer der wenigen Unterstützer von Präsident Donald Trump in der Technologie-Branche. Die Firma hatte jüngst ihr Hauptquartier aus Palo Alto im Silicon Valley nach Denver im Bundesstaat Colorado verlegt.

RND/dpa

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