Paket-Boom zu Weihnachten: Bis zu 21 Millionen Sendungen täglich erwartet

  • Alle Jahre wieder vermeldet die Paketbranche Rekordzahlen zum Weihnachtsgeschäft.
  • Doch in diesem Jahr könnte der Zuwachs noch höher als zuvor ausfallen.
  • Der Grund dafür ist die verstärkte Nutzung des Online-Handels in der Corona-Pandemie.
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Berlin . Der Boom in Deutschlands Paketbranche wird sich im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich noch deutlich verstärken. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (Biek) prognostizierte am Dienstag in Berlin, dass im November und Dezember hierzulande etwa 420 Millionen Pakete zugestellt werden und damit 60 Millionen beziehungsweise rund 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Damals waren es nur 25 Millionen mehr und das Plus lag bei etwa acht Prozent. Die Paketdienstleister wissen schon vorab über ihre Zustellmengen bis Jahresende Bescheid, weil sie Verträge mit Händlern und anderen Firmen über die erwarteten Sendungsmengen geschlossen haben.

30.000 Helfer verstärken das Weihnachtsgeschäft

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Der Tageshöchstwert in der anstehenden Weihnachtssaison könnte den Angaben zufolge nach 19 Millionen Paketen 2019 auf 21 Millionen Sendungen in diesem Jahr steigen. Um die Paketmassen zu bewältigen, beschäftigen die Zusteller in der nun beginnenden Hochsaison etwa 30.000 zusätzliche Arbeitskräfte.

Marktführer ist die Deutsche Post DHL, zu den Wettbewerbern gehören DPD, Hermes, GLS, UPS und Fedex. Das Geschäft der Branche ist in zwei Bereiche unterteilt – in den klassischen Paketversand und in teurere Expresszustellungen. Laut einer Marktanalyse im Auftrag des Biek wuchs das zugestellte Paketvolumen in Deutschland im ersten Halbjahr um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Biek-Chef Marten Bosselmann sprach von einem „sprunghaften Wachstum der Sendungsmengen während der Corona-Pandemie“.

Weniger Expresslieferungen von Firmenkunden

Das zweite Branchenstandbein, die Expresszustellungen, schwächelte hingegen, hier gab es den Angaben zufolge in der ersten Jahreshälfte ein Minus von 0,5 Prozent. Grund hierfür: Vor allem Firmenkunden nutzen diese Zustellungen von Ersatzteilen oder wichtigen Dokumenten, die aber gaben wegen der Corona-Krise weniger Aufträge als vorher.

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Teilweise kommt der Onlinehandel aber auch den Expressdiensten zugute, etwa wenn Privatpersonen hochpreisige Computer, Smartphones oder Fahrräder im Netz bestellen und diese per Express geliefert werden. So rechnet die Express-Sparte der Deutschen Post DHL mit deutlich anziehenden Geschäften in der diesjährigen Weihnachtssaison.

Die letzten zwei Monate des Jahres sind für die Zusteller die wichtigste Saison. Dies liegt nicht nur an Weihnachten, sondern auch an Einzelhandel-Rabattaktionen wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“ Ende November.

RND/dpa

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