Oxfam: Globale Mindeststeuer „unfair“ und „zu niedrig“

  • Großkonzerne sollen mit einer weltweiten Mindeststeuer von 15 Prozent fairer besteuert werden.
  • Die Entwicklungsorganisation Oxfam bezeichnet die Steuer jedoch als „unfair“ und „zu niedrig“.
  • Sie kritisiert, dass die G7-Staaten davon profitieren würden, da viele der großen Konzerne dort angesiedelt seien – und zwar auf Kosten ärmerer Länder.
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Oxford. Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat die geplante weltweite Mindeststeuer für Digitalkonzerne als unfair und zu niedrig kritisiert. „Es ist absurd, dass die G7 behaupten, ein kaputtes globales Steuersystem zu überarbeiten, indem sie eine weltweite Mindeststeuer aufsetzen, die den niedrigen Raten in Steueroasen wie Irland, der Schweiz oder Singapur ähnlich ist“, sagte die Geschäftsführerin von Oxfam International, Gabriela Bucher, am Wochenende.

Oxfam kritisiert: G7-Staaten profitieren auf Kosten ärmerer Länder

Zuvor hatten sich die Finanzminister der G7-Staaten am Wochenende auf eine weltweite Mindeststeuer von 15 Prozent geeinigt, die Konzerne wie Apple, Google oder Amazon stärker belasten soll als bisher. Außerdem sollen die Internetriesen den Plänen zufolge auch dort Steuern zahlen, wo sie Geschäfte machen – und nicht nur dort, wo ihr Firmensitz liegt. In Irland liegt der Steuersatz für diese Unternehmen etwa derzeit bei 12,5 Prozent.

Oxfam bezeichnete die Reform, die als nächstes in der Runde der G20-Staaten diskutiert wird, zudem als „unfair“. Die G7-Staaten würden davon profitieren, da viele der großen Konzerne dort angesiedelt seien – und zwar auf Kosten ärmerer Länder.

RND/dpa

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