Onlinebanking setzt sich durch: So profitieren Sie als Verbraucher

Onlinebanking wird zum Standard: Mittlerweile erledigen 7 von 10 Bundesbürgern ihre Geldgeschäfte im Internet. Das wirbelt die Finanzbranche auf – wovon die Kunden auf verschiedenen Ebenen profitieren.

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Berlin. Deutsche Bankkunden profitieren von der zunehmenden Digitalisierung der Finanzbranche: Immer mehr Bundesbürger setzen einer Studie des Digitalverbands Bitkom auf Onlinebanking – was ihnen viele Vorteile bringen kann.

So hat der Digitalverband in der Erhebung festgestellt, dass Bundesbürger immer häufiger ihrer Hausbank untreu werden: Habe noch vor einem Jahr gerade einmal jeder dritte Bundesbürger (34 Prozent) schon einmal sein Stamm-Giro-Konto gewechselt, sei der Anteil inzwischen auf 41 Prozent gestiegen, ergab die repräsentative Umfrage unter gut 1000 Deutschen.

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Das kommt auch reinen Online-Banken zugute: So gaben 14 Prozent der Befragten an, das Hauptkonto bereits bei einem dieser Anbieter zu haben, 2018 waren es noch 9 Prozent. Auch kann sich der Bitkom-Umfrage zufolge fast jeder Dritte (29 Prozent) vorstellen, ein Konto statt bei einer Bank bei einem Digitalunternehmen wie Google, Apple oder Amazon zu eröffnen - sofern es solche Angebote geben sollte.

Die Bankfiliale wird unwichtiger

67 Prozent der Kunden seien heute digitale Angebote wie Online-Banking oder Banking-Apps wichtig bei der Auswahl ihrer Bank, vor einem Jahr waren es noch 57 Prozent. Viele, schnell zu erreichende Filialen (57 Prozent) oder eine bekannte Marke (56 Prozent) sind demnach Faktoren, die bei Kunden bereits weniger ins Gewicht fallen.

Erstmals setzt der Studie zufolge mehr als die Hälfte der Online-Banking-Nutzer (52 Prozent) das Smartphone für Bankgeschäfte ein, 2018 waren es noch 44 Prozent. Am häufigsten werden jedoch weiterhin das Notebook (81 Prozent) und der Desktop-PC (56 Prozent) genutzt.

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Senioren skeptischer

Auch wenn sich das Online-Banking bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung etabliert habe (70 Prozent), bleibe die Altersgruppe ab 65 Jahre weiterhin zurückhaltend, lediglich 21 Prozent der Senioren nutzen demnach diesen Weg für ihre Bankgeschäfte.

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67 Prozent der Kunden seien heute digitale Angebote wie Online-Banking oder Banking-Apps wichtig bei der Auswahl ihrer Bank, vor einem Jahr waren es noch 57 Prozent. Viele, schnell zu erreichende Filialen (57 Prozent) oder eine bekannte Marke (56 Prozent) sind demnach Faktoren, die bei Kunden bereits weniger ins Gewicht fallen.

Dass Internetnutzer auf Online-Banking verzichten, liegt vor allem an den Risiken, die die digitalen Geschäften bergen können, Zahlreiche Befragte gaben an, dass sie Angst haben, Daten könnten in falsche Hände geraten (61 Prozent). Es liegt aber auch am Wunsch nach Kontakt mit Menschen bei Bankgeschäften (57 Prozent) sowie an der Gewohnheit (56 Prozent). 2 von 5 Offline-Bankern haben Angst vor Kriminellen (42 Prozent) oder finden Online-Banking zu kompliziert (38 Prozent).

Von RND/dpa