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Messungen: Kunden kehren nur langsam in die Innenstädte zurück

  • Läden und Gaststätten sind bundesweit großenteils wieder geöffnet.
  • Allerdings fehlt es noch an der gewohnten Betriebsamkeit in Deutschlands Innenstädten.
  • Nach Messungen des Unternehmens Hystreet lagen die Besucherzahlen in wichtigen Einkaufsstraßen in München, Hamburg, Köln, Leipzig und Stuttgart auch diese Woche noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau.
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Berlin/Köln. Auch wenn mittlerweile fast alle Einzelhändler und viele Gastronomen in Deutschland wieder geöffnet haben, kehrt das gewohnte Leben doch nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. “Die Kunden sind beim Einkaufen in diesen Tagen eher zurückhaltend unterwegs”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der dpa. “Der Einkaufsbummel mit Spontankäufen hat Seltenheitswert.”

Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. Demnach lagen die Besucherzahlen in wichtigen Einkaufsstraßen in München, Hamburg, Köln, Leipzig und Stuttgart auch in dieser Woche noch deutlich unter dem vor Corona normalen Niveau. Am besten schnitt unter den fünf untersuchten Städten noch Hamburg ab, wo auf der Spitalerstraße zwischen Montag und Donnerstag immerhin wieder 53 Prozent der "normalen" Passantenfrequenz erreicht wurden. Zum Vergleich: In der sonst gerade bei Touristen sehr beliebten Neuhauser Straße in München waren es nur 42 Prozent.

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Für Genth ist die Zurückhaltung der Verbraucher nicht verwunderlich. “Eine Ursache dafür sind sicherlich die Rahmenbedingungen mit Abstands- und Hygieneregeln, die ein entspanntes Shoppingerlebnis erschweren”, sagte der Branchenkenner. Darüber hinaus sparten viele Kunden ihr Geld lieber, weil sie die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage auch mit Blick auf den eigenen Arbeitsplatz verunsichere.

Doch nicht nur die Besucherzahlen in den Innenstädten liegen unter dem Normalniveau, sondern wohl auch die Umsätze in vielen Geschäften. Axel Augustin vom Handelsverband Textil geht davon aus, dass die Umsätze in der Modebranche in dieser Woche 20 bis 30 Prozent niedriger sein dürften als normalerweise.

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"Der Handel steckt nach wie vor tief in der Krise", sagte Genth. Der HDE-Geschäftsführer bekräftigte deshalb seine Forderung, nach einem Rettungsfonds mit nicht rückzahlpflichtigen Finanzhilfen für die Unternehmen sowie "Corona-Schecks" für alle Einwohner.

RND/dpa

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