Offiziell ernannt: Künftig führt Lagarde die EZB

  • Christine Lagarde ist am Freitag offiziell zur Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) ernannt worden.
  • Die 63-jährige Französin folgt auf Mario Draghi, der Ende Oktober sein Amt niederlegt.
  • Beobachter erwarten nicht, dass sie mit dem Kurs ihres Vorgängers bricht.
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Brüssel. Die EU-Staaten haben die frühere IWF-Chefin Christine Lagarde offiziell zur Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) ernannt. Den Beschluss fassten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs am Freitag auf einem EU-Gipfel in Brüssel. Lagarde twitterte, sie fühle sich geehrt, auf den Posten von Mario Draghi zu folgen und freue sich auf die Zusammenarbeit mit der EZB-Belegschaft. Draghis Amtszeit endet regulär am 31. Oktober. Lagarde wird nach dem Niederländer Wim Duisenberg (1998-2003), dem Franzosen Jean-Claude Trichet (2003-2011) und dem Italiener Draghi (2011-2019) die erste Frau an der Spitze der Zentralbank in Frankfurt am Main sein.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die 63-Jährige Französin bereits im Juli für den Posten nominiert. Die Zustimmung auf dem EU-Gipfel hatte eher symbolischen Charakter. Im September gab das Europaparlament seine formelle Zustimmung. Die EZB entscheidet über die Geldpolitik für die Eurozone und bestimmt unter anderem den Leitzinssatz, der auch für Sparer und Kreditnehmer wichtig ist. Hauptziel der EZB ist Preisstabilität. Ist diese sichergestellt, kann die Zentralbank aber auch konjunkturfördernde Maßnahmen veranlassen.

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RND/dpa