Öffentlicher Dienst: Verhandlungsführer Mädge setzt auf eine Einigung

  • Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst zeigt sich der Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber optimistisch.
  • Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge will eine Einigung im Rahmen der dritten Verhandlungsrunde erreichen.
  • Die Arbeitgeber haben für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten.
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Lüneburg. Vor Teil drei der von Warnstreiks begleiteten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gibt sich der Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, entschlussfreudig. „Wir glauben nicht nur an eine Einigung im Rahmen der dritten Verhandlungsrunde, diese ist unser erklärtes Ziel. Wir haben mit unserem Angebot deutlich unsere Kompromissbereitschaft gezeigt und den Gewerkschaften ein attraktives wie faires Angebot unterbreitet“, sagte Mädge vor der Runde in Potsdam am Donnerstag.

Das Angebot orientiere sich ganz klar an der wirtschaftlichen Lage der Kommunen und enthalte „die von uns immer geforderten differenzierten Lösungen für diese Tarifrunde. Die anstehende dritte Tarifrunde ist auf zwei Tage ausgelegt, diese werden wir sicher benötigen. Wenn es sein muss, hängen wir eben noch das Wochenende dran“, betonte der SPD-Politiker.

Am Ende sollte ein Kompromiss stehen

Die Arbeitgeber haben für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Die Gewerkschaften fordern bei einer einjährigen Laufzeit ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

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„Ich habe es schon einmal betont, am Ende wird ein Kompromiss stehen. Die kommunalen Arbeitgeber wie aber auch die Beschäftigten selbst benötigen Planungs- und Arbeitsplatzsicherheit. Beides lässt sich nur über eine lange Laufzeit erreichen“, erklärte Mädge. Die wegen der Corona-Krise eingebrochenen Steuereinnahmen ließen den Kommunen wenig Spielraum, den Beschäftigten mehr Geld zu zahlen.

RND/dpa

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