OECD mahnt zur Unterstützung Afrikas für Ende der Corona-Krise

  • Die Corona-Pandemie trifft afrikanische Staaten hart. Das Bruttoinlandprodukt auf dem Kontinent ist im Schnitt um drei Prozent geschrumpft.
  • Die Industriestaaten sollten daher mehr internationale Unterstützung für den Kontinent leisten, mahnt die OECD.
  • Der Covax-Initiative, die ärmeren Ländern Impfstoffe bringen soll, fehlt etwa noch immer Geld.
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Paris. Für einen Ausweg aus der Corona-Krise hat der Generalsekretär der Industriestaaten-Organisation OECD zu mehr internationalem Engagement für den afrikanischen Kontinent aufgerufen. „Das Ende der Pandemie und die globale Erholung der Wirtschaft können ein Trugbild werden, wenn sie Afrika nicht mit einschließen“, sagte Angel Gurría beim 20. Afrika-Wirtschaftsforum der Organisation am Montag.

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OECD: Schuldenmanagement stärken

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Die Pandemie trifft demnach afrikanische Staaten hart. Prognosen zeigten etwa, dass Rücklagen für das Jahr 2020 um 18 Prozent gesunken seien könnten. Das Bruttoinlandprodukt auf dem Kontinent sei im Schnitt um drei Prozent geschrumpft, sagte der Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Offizielle Entwicklungshilfen von Afrikas Partnern werden nicht genug sein, um diese Rückgänge wettzumachen.“

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Gurría mahnte, Entwicklungshilfe neu zu denken und zusammenzukommen. Er verwies etwa darauf, dass der Covax-Initiative, die ärmeren Ländern Impfstoffe bringen soll, noch immer Geld fehle. Um nationale Ressourcen besser zu nutzen, sollten seiner Ansicht nach zudem das Schuldenmanagement in afrikanischen Ländern gestärkt und illegale Geldflüsse in den Griff bekommen werden.

RND/dpa

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