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NS-Vergangenheit: Deutsche Unternehmerfamilie spendet Millionen an Holocaust-Überlebende

  • Die deutsche Unternehmerfamilie Reimann spendet 5 Millionen Euro an Holocaust-Überlebende.
  • Zudem sollen weitere 5 Millionen Euro zur Unterstützung von ehemaligen Zwangsarbeitern ausgegeben werden, die während der NS-Zeit in den Werken der Chemiefirma Benckiser gearbeitet haben.
  • Familie Reimanns Holding JAB ging aus dem Chemieunternehmen Benckiser hervor.
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Luxemburg. Die deutsche Unternehmerfamilie Reimann spendet 5 Millionen Euro an Holocaust-Überlebende. Damit reagiert die Familie Reimann auf die Enthüllungen bezüglich der NS-Vergangenheit ihrer Vorfahren und stellt einen Nothilfefonds in Höhe von 5 Millionen Euro bereit, der von der Jewish Claims Conference verwaltet werden soll, teilte die Familienstiftung Alfred Landecker Foundation in einem Statement mit.

Millionen zur Unterstützung von damaligen Benckiser-Zwangsarbeiten

Zudem sollen weitere 5 Millionen Euro zur Unterstützung von ehemaligen Zwangsarbeitern ausgegeben werden, die während der NS-Zeit in den Werken der Chemiefirma Benckiser gearbeitet haben. 25 Millionen Euro fließen obendrauf jährlich in Bildungsprogramme: Ziel sei es, über den Holocaust aufzuklären und den Aufstieg des populistischen Nationalismus zu bekämpfen. Außerdem sollen demokratische Werte gefördert werden. „Die von der Alfred-Landecker-Stiftung bereitgestellten Mittel werden einen spürbaren Unterschied im Leben vieler Überlebender machen, die es so sehr verdienen“, sagte der Präsident der Claims Conference, Julius Berman.

Reimann-Vorfahren sollen überzeugte Nationalsozialisten und Antisemiten gewesen sein

Albert Reimann und sein gleichnamiger Sohn, die damaligen Benckiser-Vorgesetzten, sollen laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ überzeugte Nationalsozialisten und Antisemiten gewesen sein. Sie sollen vom Zweiten Weltkrieg stark profitiert haben. Die Unternehmerfamilie Reimann gilt als reichste Familie in Deutschland. Familie Reimanns Holding JAB ging aus dem Chemieunternehmen Benckiser hervor. Der Kosmetikkonzern Coty und der Kaffeeröster Jacobs gehören unter anderem zu der Holding JAB, die gut 20 Milliarden Euro wert ist.

RND/bk


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