Nicht nur in München ausverkauft: Rolex-Luxusuhren werden knapp

  • München ist eine der wohlhabendsten Regionen Deutschlands.
  • Doch das nun die Rolex-Uhren knapp werden, dürfte auch die Münchener überrascht haben.
  • Doch was steckt hinter der plötzlichen Knappheit?
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In München kommt es derzeit zu einer eher ungewöhnlichen Knappheit: Offenbar sind Luxus-Uhren der Marke Rolex in der ganzen Stadt ausverkauft, wie die Abendzeitung berichtet. Die Vitrinen der Rolex-Händler seien allesamt leer, „als hätten überall Raubüberfälle stattgefunden“, heißt es in der Abendzeitung.

Mehrere Händler bestätigten gegenüber der Abendzeitung, dass es viele Uhrenmodelle nicht mehr zu kaufen gebe – aber nicht nur in München, sondern auch in der Schweiz oder in Singapur. Die Wartelisten seien mittlerweile ewig lang, manche würden sogar geschlossen. Denn es sei utopisch, der Nachfrage in den nächsten Jahren nachzukommen.

Eine Uhr als Wertanlage

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In München schießen nun die Spekulationen ins Kraut. „Die Menschen vertrauen offenbar der Bank nicht mehr – und investieren lieber in Luxusuhren“, sagte eine Juweliersmitarbeiterin der Abendzeitung mit Blick auf das anhaltende Zinstief. „Für manche ist eine Uhr wie eine bessere und sichere Aktie. Eine Wertanlage“, erklärte ein anderer Mitarbeiter. Tatsächlich sind Uhren zum Teil eine gute Wertanlage. Bei einigen vervielfachte sich der Wert in den vergangenen Jahren.

Niedrigzinsen sorgen schon länger dafür, dass Verbraucher in Europa – und besonders in Deutschland – Geld lieber ausgeben als auf dem Konto zu sparen. Auch war die wirtschaftliche Lage in den vergangenen Jahren gut – was die Nachfrage nach Luxusgütern ebenso angeheizt hat, wie der wachsende Anteil wohlhabender chinesischer Kunden.

Auch gebrauchte Uhren werden teurer

Zugleich können die Traditionshersteller wie Rolex mit der großen Nachfrage kaum noch mithalten, wie jüngst Chrono24, eine Handelsplattform für Luxusuhren, schilderte. Es gebe derzeit ein „Spannungsverhältnis“ zwischen knappen Stückzahlen und großer Nachfrage. Das lässt aus Chronos Sicht auch die Preise für Gebrauchtuhren steigen.

Allerdings beschränkt sich die Entwicklung auf das Luxussegment: Swiss Watch, ein Hersteller der auf nicht ganz so hochpreisige Produkte setzt, hat laut Bloomberg zuletzt 13 Prozent weniger Uhren verkauft.

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