Neustarthilfe gestartet: Soloselbstständige können nun Anträge stellen

  • Es hat lange gedauert, nun kommt das nächste Hilfsprogramm: Ab sofort können Soloselbstständige Anträge auf Staatshilfen stellen.
  • Das Wirtschaftsministerium hat die Plattform für die sogenannte Neustarthilfe am Dienstag freigeschaltet.
  • Für den Zeitraum bis Juni erhalten unter anderem Künstler und Freiberufler bis zu 7500 Euro.
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Berlin. Lange haben sie gewartet, nun können Soloselbstständige endlich Anträge auf Finanzhilfen stellen. Wie eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Dienstag mitteilte, bekommen Soloselbstständige, die nur geringe Betriebskosten haben, mit einer „Neustarthilfe“ einen einmaligen Zuschuss von maximal 7500 Euro - und zwar für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021. Voraussetzung ist, dass ihre wirtschaftliche Tätigkeit in dieser Zeit durch Corona Einbußen erlitten hat.

Der erste Antrag in Höhe von 4950 Euro wurde den Angaben zufolge am Dienstagmorgen von einem Einzelhändler aus Berlin, der mit Kunstgegenständen handelt, gestellt. Der zweite Antrag in Höhe von 4237 Euro sei von einem Fotografen aus Nordrhein-Westfalen gestellt worden.

Lange auf Hilfsprogramme gewartet

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Antragstellungen für Soloselbstständige, die als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert sind, sollen in Kürze starten, wie es hieß. Die Neustarthilfe betrage in der Regel 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019. Auch Schauspieler und andere Künstler, die nur kurzfristige Engagements und kurz befristete Verträge haben, könnten sie beantragen. Dabei gilt entlang früherer Ankündigungen des Bundesfinanzministeriums, dass die Neustarthilfe nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden soll.

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Allzu lange werden Hilfsbedürftige wohl nicht auf die Zahlungen warten müssen. Denn das Wirtschaftsministerium verzichtet zunächst auf eine ausführliche Prüfung des Antrags. Stattdessen sollen die Gelder als Vorschuss ausgezahlt werden, sobald die Antragsvoraussetzungen erfüllt sind. Ab Juli sollen dann die tatsächlich realisierten Umsätze erfasst und bis Dezember eine Endabrechnung erstellt werden.

Die Neustarthilfe ist Teil der Corona-Finanzhilfen der Bundesregierung. Zentrales Instrument für Firmen ist die Überbrückungshilfe III. Wirtschaftsverbände hatten massiv kritisiert, die Hilfen würden zu langsam ausgezahlt. Deswegen kam Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag mit vielen Verbänden zu einem „Wirtschaftsgipfel“ zusammen.

RND/dpa/hö

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