Nach Unterbrechung: Bahn und Gewerkschaft setzen Tarifverhandlungen fort

  • Die Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft werden fortgesetzt.
  • Wegen der Corona-Krise sollen zwei Milliarden Euro beim Personal eingespart werden.
  • Die EVG fordert von der Deutschen Bahn Lohnsteigerungen und einen verbesserten Kündigungsschutz.
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Berlin. Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben die unterbrochenen Tarifverhandlungen am Dienstag wieder aufgenommen. Beide Seiten sind in Berlin zusammengekommen und wollen bis Donnerstag zu einer Einigung finden, wie eine EVG-Sprecherin sagte. Die Verhandlungen wurden in der vergangenen Woche unterbrochen. Zuletzt hatten sich das Unternehmen und die EVG aufeinanderzubewegt. Auf dem Tisch liegt nach Bahn-Angaben ein Vorschlag für ein Gesamtpaket mit "moderaten Lohnsteigerungen" und einem verbesserten Kündigungsschutz.

Das Paket enthalte auch Leistungen für Wegezeiten und das Vermitteln von Wissen an Kollegen. Auch die Gewerkschaft sah Fortschritte in den Gesprächen, betonte jedoch, man sei noch lange nicht fertig.

Rekordzahl an neuen Auszubildenden in diesem Jahr

Die Bahn hat in der Corona-Krise hohe Verluste eingefahren. Rund zwei Milliarden Euro sollen deshalb beim Personal eingespart werden - ohne dabei den geplanten deutlichen Beschäftigungsaufbau in den kommenden Jahren in Frage zu stellen. Wie das funktionieren soll, ist Gegenstand der Verhandlungen. Die Bahn hat 211.000 Beschäftigte in Deutschland.

Am Dienstag begrüßten Bahnchef Richard Lutz, Personalvorstand Martin Seiler und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zudem 4700 neue Auszubildende im Unternehmen für das nun beginnende Ausbildungsjahr. „Das ist eine Rekordzahl, und gerade in diesen Krisenzeiten ist das ein klares Bekenntnis der Deutschen Bahn zur Ausbildung“, sagte Seiler im Anschluss an eine Fragerunde mit den jungen Leuten.

RND/dpa

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