Nach Neuanfang: Kahla Porzellan sieht sich für 2021 gut aufgestellt

  • Der Thüringer Porzellanhersteller Kahla musste aufgrund der Corona-Krise im März 2020 Insolvenz anmelden.
  • Jetzt will das Unternehmen mit neuem Eigentümer auf dem deutschen Markt wieder Fuß fassen.
  • Noch in diesem Jahr rechnet Kahla mit einem Umsatz von gut zwölf Millionen Euro.
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Kahla. Nach dem insolvenzbedingten Neubeginn will der Thüringer Porzellanhersteller Kahla bereits in diesem Jahr die Gewinnzone erreichen. „Unsere Kostenstruktur ist wettbewerbsfähig, das Geschäftsmodell intakt und die Marke Kahla hat weiterhin Strahlkraft im Markt“, sagte der neue Eigentümer des Unternehmens, Daniel Jeschonowski, der Deutschen Presse-Agentur. Er rechnet für das Unternehmen 2021 mit einem Umsatz von etwa zwölf Millionen Euro.

Seit Dezember keine Kurzarbeit in Produktion mehr

Obwohl durch die Corona-Krise zuletzt vor allem das Geschäft mit Geschirr für Gastronomie und Tourismus schwieriger geworden sei, gebe es seit Dezember keine Kurzarbeit mehr in der Produktion, betonte Jeschonowski. Da Kahla keine Airlines oder Kreuzfahrtreedereien als Gewerbekunden habe, sei die Lage etwas stabiler als bei anderen Produzenten. Zudem rechnet der Geschäftsführer des Ostthüringer Traditionsunternehmens mit einem hohen Nachholbedarf nach der Pandemie.

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Die Kahla/Thüringen Porzellan GmbH hatte im März 2020 Insolvenz anmelden müssen. Als wesentlicher Grund galt ein geplatzter Großauftrag, für den kräftig investiert worden war. Als Konsequenz wurden Stellen abgebaut und das Werk an Jeschonowski verkauft, der auch Chef des Werbeartikelherstellers Senator ist.

Seit vergangenem September firmiert das Ostthüringer Traditionsunternehmen nun unter Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen GmbH. Die Zahl der Kahla-Beschäftigten liegt jetzt bei 150 nach einst etwa 250.

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„Made in Germany“: Deutscher Markt im Fokus

Die Porzellanmanufaktur will sich laut ihrem Geschäftsführer zunächst auf den deutschen Markt konzentrieren und deutlich stärker im Einzelhandel vertreten sein. Auch das Label „Made in Germany“ solle stärker hervorgehoben werden. „Es gibt kaum noch Marken im Porzellangeschäft, die bezahlbar sind und in Deutschland produziert werden.“ Als vordringliche Aufgabe sieht Jeschonowski zunächst den Aufbau des Lagerbestandes: „Wir müssen deutlich schneller lieferfähig und verlässlicher werden“, so der neue Eigentümer des Unternehmens.

RND/dpa

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