Nach Kritik: Westfleisch stellt 3000 Mitarbeiter fest ein

  • Der Fleischverarbeiter Westfleisch übernimmt 3000 Beschäftigte in seine tarifgebundene Stammbelegschaft.
  • Zuvor gab es scharfe Kritik an den schlechten Arbeitsbedingungen des Unternehmens.
  • Auch 1000 Mitarbeiter von Töchterfirmen wurden übernommen.
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Münster. Nach scharfer Kritik an miesen Arbeitsbedingungen übernimmt das Münsteraner Unternehmen Westfleisch 3000 Beschäftigte, die bisher nur über externe Firmen mit Werkverträgen tätig waren. Bis Jahresende sollen die Arbeiter in die tarifgebundene Stammbelegschaft eingegliedert werden, wie Westfleisch und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Donnerstag in Münster mitteilten. Zudem wechselten 1000 Mitarbeiter von Töchterfirmen in die Stammbelegschaft.

Niedrigste Lohnstufe soll über Mindestlohn liegen

Wie viel die Beschäftigten künftig in etwa mehr verdienen als derzeit, ist nicht bekannt. Die niedrigste Lohnstufe liegt den Angaben zufolge oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Zur Übernahme der Werkarbeiter sagte der NRW-Landesbezirksvorsitzende der NGG, Mohamed Boudih: "Das wurde auch allerhöchste Zeit." Er hoffe, dass der Schritt ein Beispiel für den Rest der Branche wird.

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Zahlreiche Corona-Ausbrüche sorgten für Produktionsstopps

Bei Westfleisch hatte es im Frühjahr unter anderem in Coesfeld zahlreiche Corona-Neuinfektionen unter den zumeist ausländischen Werkarbeitern gegeben. Daraufhin musste die Firma ihre Produktion zeitweise runterfahren. Im Sommer kam es beim Wettbewerber Tönnies ebenfalls zu vielen Corona-Neuinfektionen unter den dortigen Werkarbeitern, was scharfe Kritik an der ganzen Branche und deren Arbeitsbedingungen hervorrief.

RND/dpa

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