Nach Höhenflug: Ölpreise sinken nun wieder

  • Von knapp 75 US-Dollar auf 72,51 US-Dollar ist der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent gesunken.
  • Zum einen liegt das am stärkeren Dollar.
  • Zum anderen spielen die Präsidentschaftswahlen im Iran am Freitag eine Rolle für den Ölpreis.
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Singapur. Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel ihre deutlichen Abschläge vom Vortag ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 72,51 US-Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 51 Cent auf 70,53 Dollar.

Noch zur Wochenmitte hatten die Erdölpreise mehrjährige Höchststände erreicht. Seither lastet jedoch der stärkere Dollar auf den Preisen. Unterstützung erhält die amerikanische Währung durch Hinweise aus den Reihen der US-Notenbank auf eine perspektivisch weniger lockere Geldpolitik. Da Rohöl international in Dollar gehandelt wird, verteuert ein steigender Dollarkurs den Rohstoff für viele Interessenten und lastet auf deren Nachfrage.

Präsidentschaftswahlen im Iran

Zusätzliche Belastung kam durch den Themenkomplex iranisches Atomprogramm. Äußerungen des iranischen Vizeaußenministers Abbas Araghchi wurden am Markt als Hinweis auf eine nahende Einigung in der Streitfrage gedeutet.

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An diesem Freitag finden in Iran Präsidentschaftswahlen statt, die auch am Ölmarkt genau beobachtet werden. Vom Ausgang dürfte mit abhängen, ob der Iran auf weniger Sanktionen und damit mehr Ölexporte hoffen darf.

RND/dpa

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