Nach dem Lockdown: Im Juni erstmals wieder gute Umsätze für Modebranche

  • Zum ersten Mal in diesem Jahr konnten Modehändlerinnen und -händler im Juni weitgehend normal öffnen – und gute Umsätze erzielen.
  • Das hat der Handelsverband Textil (BTE) festgestellt.
  • Trotz der positiven Entwicklung prognostiziert BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels allerdings ein Umsatzminus von rund 35 Prozent im ersten Halbjahr 2021.
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Köln. Der Modehandel atmet auf. Die Branche habe im Juni erstmals in diesem Jahr dem Handelsverband Textil (BTE) zufolge gute Umsätze erzielt, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht worden sei. „Im Juni sind die Kundinnen und Kunden in die Innenstädte und in die die Geschäfte zurückkehrt“, sagte der BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Branchenfachblatts „Textilwirtschaft“ war der Juni, „der erste Monat des Jahres 2021, in dem die stationären Modehändler weitgehend normal öffnen konnten“. Nach einer Marktumfrage des Blattes lagen die Umsätze um 26 Prozent über dem Vorjahresniveau. Vor allem in der ersten Hälfte des Monats habe der Handel massiv von Nachholeffekten profitiert. Mittlerweile pendele sich das Geschäft auf einem guten Niveau ein, sagte Pangels. Doch sei noch Luft nach oben da.

Kleine Städte profitieren mehr als Metropolen

Aktuell sei die Situation in kleineren Städten besser als in den Metropolen, wo nach wie vor das Ausbleiben ausländischer Touristinnen und Touristen und von Messegästen die Umsätze dämpfe. Auch bei Businessmode – etwa Herrenanzügen – laufe das Geschäft weiter schlecht. Auch festliche Kleidung sei nach wie vor weniger gesucht. Sehr gefragt seien dagegen Kinderbekleidung und Sommerware.

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Trotz der positiven Entwicklung im Juni rechnet Pangels aber für das gesamte erste Halbjahr im Modehandel wegen des teilweisen Lockdowns in den Vormonaten mit einem Umsatzminus von rund 35 Prozent. Für die Entwicklung im zweiten Halbjahr ist der BTE-Hauptgeschäftsführer dagegen tendenziell optimistisch, vorausgesetzt ein weiterer Lockdown bleibt der Branche erspart.

RND/dpa

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