• Startseite
  • Wirtschaft
  • Mogelpackung des Jahres 2019: Mirácoli ohne Parmasello-Käse zum gleichen Preis

Kein Käse, aber gleicher Preis: Mirácoli ist die Mogelpackung des Jahres

  • 43.044 Verbraucher stimmten über die Mogelpackung des Jahres 2019 ab.
  • Mehr als ein Drittel der Stimmen erhielt das Nudelfertiggericht Mirácoli von Mars.
  • Einer der meistgenannten Beschwerdegründe war das unregelmäßige Verhältnis zwischen Inhalt und Luft.
Laura Beigel
|
Anzeige
Anzeige

Hamburg. Mit mehr als einem Drittel der insgesamt 43.044 Stimmen haben Verbraucher das Nudelfertiggericht Mirácoli von der amerikanischen Firma Mars zur Mogelpackung des Jahres 2019 gewählt. Größter Kritikpunkt war, dass das Unternehmen nach der Änderung der Füllmenge auf den Parmesello-Käse in der Verpackung verzichtet. Außerdem spare der Hersteller an der Tomatensauce und Gewürzmischung, berechne aber immer noch denselben Preis.

Die Mogelpackung des Jahres: Mirácoli

Bis zum 20. Januar konnten Verbraucher über die Mogelpackung des Jahres 2019 online abstimmen. Über 2500 Beschwerden zu Mogelpackungen waren zuvor bei der Verbraucherzentrale Hamburg 2019 eingegangen. Davon wurden fünf Lebensmittel aus dem Einzelhandel für die Wahl zur Mogelpackung des Jahres nominiert. Auf den Rängen zwei bis fünf landeten schließlich:

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
  • der 100% Bio-Direktsaft Karotte von Hipp (Platz zwei mit 13.934 Stimmen)
  • Rama Unser Meisterstück von Upfield (Platz drei mit 6329 Stimmen)
  • die Schokolade Darkmilk von Milka (Platz vier mit 3723 Stimmen)
  • die Cerealien Frosties von Kellogg (Platz fünf mit 3309 Stimmen)

Verbraucherzentrale fordert Transparenzplattform

Anzeige

Einer der meistgenannten Beschwerdegründe war das unregelmäßige Verhältnis zwischen Inhalt und Luft. Auch die versteckten Preiserhöhungen sorgten für Unmut bei den Kunden. „Verbraucher haben kaum eine Chance, versteckte Preiserhöhungen im Handel zu erkennen, und wir können keine rechtlichen Schritte einleiten“, sagt die Verbraucherzentrale Hamburg. Deshalb fordert sie eine Transparenzplattform, auf der Unternehmen Füllmengenänderungen samt unverbindlichem Verkaufspreis veröffentlichen müssen. „Ergänzt um die Preise des Handels, könnten Verbraucher dann nicht mehr so leicht über den Tisch gezogen werden.“