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Europas große Messen fordern Öffnung spätestens ab September

  • Von Köln bis Barcelona: Europas große Messeplätze drängen darauf, wieder Messeveranstaltungen zu erlauben.
  • Die fortdauernde Schließung ohne konkreten Fahrplan für eine Wiedereröffnung gefährdet laut Experten mittlerweile die gesamte Branche.
  • Der Corona-Shutdown führt allein in den ersten beiden Quartalen in Europa zu einem volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 125 Milliarden Euro.
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Brüssel/Köln. Große europäische Messeplätze von Köln bis Barcelona drängen darauf, Messeveranstaltungen trotz der Corona-Pandemie spätestens zum 1. September wieder zu erlauben.

Die europäische Messeindustrie sei inzwischen perfekt darauf vorbereitet, “große Messeveranstaltungen abzuhalten und die Sicherheit und Gesundheit aller Personen vor Ort zu gewährleisten”, betonte am Mittwoch der Präsident der Vereinigung führender europäischer Messeplätze EMECA, Maurits von der Sluis. Die fortdauernde Schließung der Messeplätze ohne konkreten Fahrplan für eine Wiedereröffnung gefährde mittlerweile die gesamte Branche.

"Wir waren die Ersten, die zur Schließung gezwungen wurden, und sind vielleicht die letzte Branche, die wieder öffnen darf", klagte Sluis. Der Shutdown führe allein in den ersten beiden Quartalen in Europa zu einem volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 125 Milliarden Euro.

Messen für den Mittelstand wichtig

Der Finanzvorstand der Koelnmesse, Herbert Marner betont, selbst wichtige Messen mit internationalem Publikum seien nicht mit anderen Großveranstaltungen wie Volksfesten oder Fußballspielen zu vergleichen. Die Einhaltung der pandemiebedingten Hygienevorschriften sei hier wesentlich leichter zu gewährleisten.

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Gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Krise seien die Messen außerdem für die besonders hart getroffenen mittelständischen Unternehmen in Deutschland wichtig, um den Neustart zu beschleunigen.

Eine rasche Rückkehr der Messebranche zur Situation vor der Krise erwartet der Verband selbst im Falle einer baldigen Wiedereröffnung nicht. Die Brache geht davon aus, dass es mindestens zwei bis drei Jahre dauern kann, bis das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht ist. Deshalb drängt der Verband gleichzeitig auf eine umfangreiche finanzielle Unterstützung der Branche durch nationale Regierungen und die Europäische Union.

RND/dpa

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