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Mehrwertsteuersenkung: Werden jetzt auch Handyverträge und Strom günstiger?

  • Mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung soll auch die Mehrwertsteuer sinken.
  • Einige laufende Kosten wie der Handyvertrag oder die Stromrechnung können dadurch günstiger werden.
  • Anders sieht das bei Versicherungen und der Miete aus.
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Bundestag und Bundesrat wollen heute das Konjunkturpaket verabschieden - und damit auch die Absenkung der Mehrwertsteuer. Bis zum Ende des Jahres soll sie von 19 auf 16 Prozent reduziert werden, die herabgesetzte Mehrwertsteuer, unter anderem für Lebensmittel, soll von 7 Prozent auf 5 Prozent sinken. Doch betrifft das auch laufende Kosten wie Handyverträgen oder Stromrechnungen?

Wird die Handy- und DSL-Rechnung jetzt günstiger?

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Wahrscheinlich schon. Jedenfalls haben große Anbieter wie die Telekom, Vodafone, Telefónica, 1&1 und Congstar gegenüber “Finanztip” versichert, die Senkung komplett an ihre Kunden weitergeben zu wollen. Allerdings entsteht dabei ein großer IT-Aufwand. Deshalb kann es sein, dass die Kosten für den Handyvertrag auf der monatlichen Rechnung erst mal unverändert bleiben und die Anbieter stattdessen einen Ausgleichsbetrag verbuchen.

Wie ist es bei der Strom- und Gasrechnung?

Die großen Energieversorger handhaben das ähnlich. “Finanztip” hat acht große Anbieter befragt - darunter Vattenfall, Innogy, Eprimo, Eon und Lichtblick. Demnach passen diese die Abschläge nicht direkt an, sondern weisen die niedrigere Mehrwertsteuer als Gutschrift aus, die dann später berücksichtigt wird. Am Ende kann eine vierköpfige Familie so zwischen 10 und 20 Euro im Jahr sparen.

Muss ich weniger für Versicherungen zahlen?

Versicherungen werden leider nicht günstiger. Denn hier fällt keine Mehrwertsteuer an, sondern die Versicherungssteuer. Die ist zwar in vielen Fällen genauso hoch wie die Mehrwertsteuer (19 Prozent für Kfz-Versicherung, Haftpflichtversicherung und Unfallversicherung), der Bundestag plant hier allerdings keine Senkung.

Sinkt meine Miete?

Nein, die Mietkosten für Privatleute sind grundsätzlich umsatzsteuerfrei, die Mieten werden deshalb auch nicht günstiger. Anders ist es bei der Vermietung von Gewerbeobjekten. Da kann der Vermieter mit dem Mieter eine Nettomiete ohne Umsatzsteuer oder eine Miete mit Umsatzsteuer vereinbaren. Ist letzteres der Fall, muss der Vermieter die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent anpassen.

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