Mehr Frauen für Topjobs: BASF will weiblicher werden

  • Der Chemiekonzern BASF arbeitet an seinem Image: Bis zum Jahr 2030 soll der Frauenanteil an Führungskräften auf 30 Prozent ansteigen.
  • Aktuell sind es 23 Prozent – zu wenig, findet der Vorstand.
  • Auch die Politik in Berlin setzt das Thema auf die Agenda – und macht der Wirtschaft Druck.
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Ludwigshafen. Der Chemiekonzern BASF will den Frauenanteil an seinen Führungskräften weltweit steigern. Bis zum Jahr 2030 solle dieser auf 30 Prozent wachsen, erklärte das Dax-Unternehmen am Freitag in Ludwigshafen. Man wolle weibliche Talente früher erkennen und fördern. Ende vergangenen Jahres lag der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 23 Prozent, etwas mehr als 2018.

Im BASF-Vorstand sitzt nur eine Frau

Einen Fokus richte BASF auf die drei Ebenen unterhalb des Vorstands, da die Führungskräfte dort besonders stark zu einer vielfältigen Unternehmenskultur beitrügen. Auf diesen drei Ebenen war zuletzt nur etwa jede sechste Führungskraft weiblich (15,8 Prozent). Im sechsköpfigen Vorstand selbst sitzt nur eine Frau, Saori Dubourg, die die Agrarchemie sowie die Region Europa verantwortet. “Als forschungsgetriebenes Unternehmen wissen wir um den Wert vielfältiger Denk- und Arbeitsweisen”, sagte BASF-Chef Martin Brudermüller. “Durch unterschiedliche Perspektiven entstehen innovative Ideen und Lösungen für unsere Kunden.”

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SPD-Ministerin Giffey treibt Frauenquote voran

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte sich zuletzt für mehr Frauen im Top-Management stark gemacht. Sie will eine Frauenquote für Vorstände von Börsenunternehmen mit mehr als 2000 Mitarbeitern und mindestens vier Vorstandsmitgliedern. Ein entsprechender Gesetzentwurf liege im Kanzleramt, sagte die SPD-Politikerin am Montag. Eine Verständigung mit dem Koalitionspartner Union steht aber noch aus. Seit 2016 gilt in Deutschland eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte großer Unternehmen. Eine gesetzliche Quote für Vorstände gibt es bislang aber nicht.

RND/dpa

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