„Greenwashing“ oder echter Umweltschutz? McDonald’s will plastikfreies Spielzeug im Happy Meal

  • McDonald’s will für die mit seinem Kindermenü verkauften Spielzeuge weniger Plastik verwenden.
  • Die Spielfiguren sollen demnach künftig aus recycelten oder pflanzlichen Kunststoffen bestehen – und bis 2025 plastikfrei sein.
  • Greenpeace bezeichnet den Vorstoß als „Greenwashing“.
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Der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald’s kündigt an, den Anteil von Plastik bei den Spielzeugen, die das Unternehmen mit seinen Happy Meals für Kinder verkauft, in den kommenden Jahren drastisch zu reduzieren. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, sollen die mehr als eine Milliarde verkauften Kinderspielzeuge zukünftig aus recycelten oder pflanzlichen Kunststoffen bestehen. Auch in Deutschland soll demnach der Anteil an Plastik reduziert werden.

Ziel für den deutschen Markt sei es, bis 2025 komplett auf nachhaltigere Spielzeuge im Happy Meal umzustellen, erklärte eine Sprecherin gegenüber der „Wirtschaftswoche“. McDonald’s erzielt in Deutschland jährlich mehr als 3 Milliarden Euro Umsatz.

Greenpeace spricht von Greenwashing

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Seit fast zehn Jahren bietet das Unternehmen auch die Option an, statt eines Spielzeugs ein Buch auszuwählen. Zudem werden laut McDonald’s seit 2020 keine batterie­betriebenen Spielzeuge mehr ausgegeben. Als Alternative zu Plastikfiguren würden etwa Spielzeuge aus Papier angeboten, auch bei der Verpackung der Happy-Meal-Überraschung setze man neuerdings auf Papier.

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Während das Unternehmen sich selbst auf einem guten Weg in Bezug auf nachhaltigere Angebote sieht, bewertet die Umweltschutz­organisation Greenpeace das ganz anders. Greenpeace-Expertin Viola Wohlgemuth spricht gegenüber der „Wirtschaftswoche“ von „Greenwashing“.

Es werde nur ein kritischer Rohstoff durch einen anderen ersetzt. Insgesamt bleibe des Angebot im Happy Meal ein Wegwerfmodell. Die wirklich wichtigen Maßnahmen würden verschleppt. So hat das Bundeskabinett Anfang dieses Jahres beschlossen, dass Restaurants, Bistros und Cafés ab 2023 dazu verpflichtet werden, allen Kundinnen und Kunden auch Mehrwegbehälter anzubieten.

RND/ar

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