Maskenpflicht: Bahn verdoppelt Zahl der Kontrollen in Fernzügen

  • Bisher prüfen Sicherheitsleute der Deutschen Bahn in 60 Fernzügen, ob sich die Passagiere an die Maskenpflicht halten.
  • Bis zum 1. September sollen es deutlich mehr werden.
  • Die Deutsche Bahn war in der Vergangenheit häufig wegen ihres Umgangs mit Maskenverweigerern kritisiert worden.
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Berlin. Die Deutsche Bahn weitet die Maskenkontrollen in Fernzügen aus. Derzeit überprüften Sicherheitsmitarbeiter regelmäßig in 60 Fernzügen, ob die Fahrgäste die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bis zum 1. September soll sich diese Zahl verdoppeln, kündigte das Unternehmen an. Am Dienstag gab es Schwerpunktkontrollen mit der Bundespolizei in sieben Bundesländern.

Die Bahn war in der Vergangenheit öfter wegen der Durchsetzung der Maskenpflicht kritisiert worden. So hatte zum Beispiel Anfang August die Gewerkschaft der Deutschen Lokführer mehr Durchgriffsrechte für die Zugbegleiter gefordert. Insgesamt hätten die Zugbegleiter einen laxeren Umgang mit dem Mund-Nase-Schutz registriert - neben “vielen vernünftigen Fahrgästen, die ihre Maske tragen”, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky am 6. August.

Übergriffe von Maskenverweigerern

Vereinzelt ist es auch zu Übergriffen auf Bahnmitarbeiter und Mitreisende gekommen. So sollen aggressive Maskenverweigerer im Ruhrgebiet zwei Bahnmitarbeiter und einen Mitreisenden verletzt haben, teilte die Polizei am Montag mit. Ebenfalls am Montag war ein Zugbegleiter auf der Strecke zwischen Offenburg und Straßburg beleidigt und getreten worden, weil er einen Fahrgast auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte.

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Maskenverweigerer bildeten weiterhin eine kleine Minderheit, betonte die Bahn. Sie wies darauf hin, dass die 12.000 Zugbegleiter im Fern- und Regionalverkehr Menschen ohne Maske jederzeit von der Fahrt ausschließen könnten. Im Konfliktfall werde die Bundespolizei hinzugerufen.

RND/dpa/asu

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