Lufthansa will Statusklage gegen Gewerkschaft Ufo zurückziehen

  • Die Lufthansa lenkt ein - zumindest ein bisschen.
  • Die Airline hat angekündigt, die Statusklage gegen die Gewerkschaft Ufo zurückzuziehen.
  • Darin sollte überprüft werden, ob Ufo überhaupt eine Gewerkschaft ist.
Anzeige
Anzeige

Frankfurt/Main. Im Tarifkonflikt mit der Kabinengewerkschaft Ufo hat die Lufthansa ein Signal des Entgegenkommens gesetzt. Am kommenden Montag werde man die beim Hessischen Landesarbeitsgericht anhängige Statusklage zurücknehmen, kündigte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt an. In dem Verfahren sollte im April die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo überprüft werden, die seit 2002 im Lufthansa-Konzern für Flugbegleiter Tarifverträge abschließt.

"Wir wollen damit ein Signal der Deeskalation senden und Lösungsräume in einer schwierigen, festgefahrenen Situation eröffnen. Vor allem im Interesse unserer Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter brauchen wir konkrete Ergebnisse für drängende Themen. Dies lässt sich nur im Dialog erreichen", erklärte Vorstandsmitglied Detlef Kayser.

Die Rücknahme der Klage war schon Teil einer bereits erreichten Verständigung, die aber in dieser Woche wieder vom Tisch genommen worden ist. Ufo hat mit unbefristeten Streiks zur Vorweihnachtszeit gedroht, nachdem zuvor das Unternehmen von der Schlichtungsvereinbarung zurückgetreten war.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor gut zwei Wochen rund 1500 Flüge mit rund 200 000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen