Lufthansa-Rettung: Der Staat als Erfolgsgarant? Warum nicht!

  • Ein Staatseinstieg bei der Lufthansa würde den Vorstand zum Teil entmachten.
  • Doch das muss nicht schlecht sein.
  • Lufthansa-Boss Carsten Spohr hat jetzt die Chance, sich als nachhaltiger und vorausschauender Manager zu profilieren, kommentiert Frank-Thomas Wenzel.
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Staatliche Beteiligungen an großen Unternehmen sind ein Erfolgsmodell. Etwa beim mächtigsten Telekommunikationskonzern Europas, der Deutschen Telekom. Oder beim weltgrößten Autobauer Volkswagen. Und jetzt soll noch die Lufthansa dazukommen. Richtig ist, der von der Bundesregierung angestrebte Anteil an der Airline von rund 25 Prozent würde den Vorstand zum Teil entmachten. Über eine Sperrminorität könnten wichtige strategische Entscheidungen blockiert werden. Außerdem hätten im Aufsichtsrat die Arbeitnehmer zusammen mit den Vertretern der Bundesregierung eine Mehrheit.

Lufthansa kann ihren Teil zum Klimaschutz beitragen

Das würde die Führungsriege um Vorstandschef Carsten Spohr zu neuen Kompromissen zwingen – orientiert an den Arbeitsplätzen. Das kann aber die Kreativität der Manager beflügeln, etwa beim Ausbau der Servicequalität. Das kann Langfriststrategien anstelle kurzfristiger Knalleffekte mit hohen Gewinnen beflügeln – etwa beim Ausbau einer Flotte mit sparsamen Flugzeugen, was Spritkosten spart. Das kann den Klimaschutz voranbringen. Etwa wenn sich die neue Lufthansa im innerdeutschen Verkehr mit der Deutschen Bahn eng verzahnt. Für Carsten Spohr gibt es in jedem Fall viele Möglichkeiten, sich als nachhaltiger und vorausschauender Manager zu profilieren.

RND


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