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Streit um Zubringerflüge: Kartellamt prüft Marktmacht-Missbrauch durch Lufthansa

  • Das Bundeskartellamt hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Lufthansa eingeleitet.
  • Der Fluggesellschaft wird vorgeworfen, im Kampf um touristische Langstrecken-Passagiere ihre Marktmacht zu missbrauchen.
  • Geklagt hatte der Ferienflieger Condor.
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Bonn/Frankfurt/Main. Das Bundeskartellamt überprüft, ob die Lufthansa im Kampf um touristische Langstrecken-Passagiere ihre Marktmacht missbraucht. Die Behörde reagiert auf eine entsprechende Beschwerde des Ferienfliegers Condor und hat ein förmliches Ermittlungsverfahren eröffnet.

Wegen der nahenden Sommer-Saison erkenne man die Sache auch als besonders eilbedürftig, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag in Bonn. Den beteiligten Unternehmen sei bereits Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden.

Lufthansa kündigt Pauschal-Vertrag

Im Kern geht es darum, dass Lufthansa den langjährigen Pauschal-Vertrag über Zubringerflüge zu den Condor-Fernreisen im vergangenen November gekündigt hat. Umsteigeverbindungen mit einem Wechsel der Fluggesellschaft werden dadurch schwieriger buchbar.

Für Verspätungen beim Zubringer musste früher die Lufthansa haften. Die Condor erklärte, dass für ihre Agenten derzeit die entsprechenden Lufthansa-Flüge auch für Einzelbuchungen gesperrt seien.

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Lufthansa gründet Flugbetrieb „Eurowings Discover“

Der Lufthansa-Konzern will erklärtermaßen selbst stärker in das Geschäft mit touristischen Langstreckenflügen einsteigen und hat dafür den neuen Flugbetrieb „Eurowings Discover“ gegründet, auf dem die touristischen Flüge gebündelt werden sollen.

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Condor war früher selbst eine Lufthansa-Tochter und steht seit dem Untergang des Thomas-Cook-Konzerns mit Hilfe eines großen Staatskredits auf eigenen Füßen. Auch die Lufthansa ist in der Corona-Krise vom Staat gerettet worden. Sie lehnte am Donnerstag einen Kommentar zu dem Verfahren ab.

RND/dpa

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