Drittgrößter Gashändler in Schieflage

Gasversorger VNG beantragt Staatshilfen – Habeck sagt Unterstützung zu

Wirtschaftsminister Robert Habeck hat dem Gasversorger VNG staatliche Hilfen zugesagt.

Wirtschaftsminister Robert Habeck hat dem Gasversorger VNG staatliche Hilfen zugesagt.

Karlsruhe. Der Bund hat dem in Schieflage geratenen Gasversorger VNG rasche staatliche Hilfe zugesagt. „VNG hat heute ja offiziell gesagt, dass sie staatliche Unterstützung brauchen, und die werden wir auch hinbekommen“, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Freitag. „Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg, und das wird zeitnah geklärt werden.“

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Der Gasversorger VNG – die Nummer 3 auf dem deutschen Markt – ist wegen der Energiekrise in finanzielle Schieflage geraten und hatte deshalb Hilfe vom Staat beantragt. Hintergrund sind ausbleibende russische Gaslieferungen, die nun teuer aus anderen Quellen ersetzt werden müssen.

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VNG stellt Antrag auf Staatshilfe

VNG, eine Mehrheitsbeteiligung des Karlsruher Energieversorgers EnBW, hatte zuvor angekündigt, beim Bundeswirtschaftsministerium einen Antrag auf Stabilisierungsmaßnahmen zu stellen. Die Maßnahmen zielten darauf, das derzeitige Auflaufen „erheblicher Verluste aus der Ersatzbeschaffung von Erdgas aufzufangen und eine Fortführung der Geschäftstätigkeit zu ermöglichen“, hieß es. Die Leipziger Verbundnetzgas AG (VNG) ist den Angaben zufolge drittgrößter deutscher Gasimporteur und stand 2021 für rund ein Fünftel des Gasbedarfs hierzulande.

Parallel würden die laufenden Gespräche der VNG AG und ihrer Aktionäre mit der Bundesregierung über Möglichkeiten für eine Stabilisierung des Unternehmens fortgesetzt, so das Unternehmen.

Aufgrund von nicht erfüllten Lieferverpflichtungen von Vorlieferanten müssten Gasmengen zu erheblich höheren Preisen an den Energiemärkten beschafft werden, um Kunden weiter zu deutlich niedrigeren Preisen verlässlich beliefern zu können. Beide Effekte hätten sich seit August nochmals deutlich verschärft, wodurch bei der VNG AG „erhebliche“ Verluste aufliefen.

Bundesfinanzminister Lindner: Bekämpfung der Inflation hat Priorität

Eine hohe Teuerungsrate führe zu Armut in der Gesellschaft und bei Unternehmen zu Scheu vor Risiken und Investitionen, sagte Lindner im Bundestag.

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Die VNG ist nach Angaben von EnBW systemrelevant für die Versorgungssicherheit in Deutschland und spielt gerade in Ostdeutschland eine bedeutende Rolle. Die VNG-Gruppe versorgt demnach rund 400 Stadtwerke und Industriebetriebe mit Gas.

RND/dpa

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