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Lars Windhorst: Hannovers Problemimmobilie Ihme-Zentrum bald 400 Millionen Euro wert

Lars Windhorst ist Investor von Fußball-Bundesligist Hertha BSC und hat das Ihme-Zentrum in Hannover gekauft.

Hannover. Der Unternehmer Lars Windhorst hat mit seiner Holding Tennor das Ihme-Zentrum in Hannover gekauft. Mit seinem Investment läuft es momentan jedoch nicht so gut wie erhofft. Dennoch sieht sich der Eigentümer bei der Sanierung der Problemimmobilie in Linden auf Kurs, verrät er im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

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In Hannover wurde die Abwendung der Insolvenz mit Blick auf das Ihme-Zentrum zunächst mit großer Erleichterung aufgenommen. Die Stadt sieht die Fortschritte bei der Sanierung jedoch nur als „unbefriedigend“ an. Auf Nachfrage der „HAZ“, warum Windhorst mit der Sanierung langsamer vorankomme als geplant, erklärt er die Schwierigkeit der Sanierung: „Es wäre viel einfacher gewesen, die Gebäude abzureißen und alles neu zu bauen, als sie zu sanieren. Das ist viel schwieriger und komplexer. Wir haben inzwischen inklusive des Kaufpreises 130 Millionen Euro investiert, viel mehr als jeder Eigentümer vor uns“, sagt der Unternehmer im Interview. „Wenn wir fertig sind, werden es 200 Millionen Euro sein.“ Windhorst betont sein Bestreben, das Projekt natürlich zu Ende zu bringen.

So soll der neue Eingang zum Fachmarktzentrum am Küchengarten aussehen. Die Logos der Geschäfte sind nur Platzhalter – welche Mieter tatsächlich ins Ihme-Zentrum einziehen werden, gibt die Projekt IZ Hannover noch nicht bekannt.

So soll der neue Eingang zum Fachmarktzentrum am Küchengarten aussehen. Die Logos der Geschäfte sind nur Platzhalter – welche Mieter tatsächlich ins Ihme-Zentrum einziehen werden, gibt die Projekt IZ Hannover noch nicht bekannt.

Die „HAZ“ verweist auf die schleppend voranschreitenden Entwicklungen. Zum Jahreswechsel hätten Mietverträge mit Einzelhandelsgeschäften oder Gewerbetreibenden für mindestens 9000 Quadratmeter Nutzfläche unterschrieben im Rathaus vorliegen müssen. Windhorst begründet den Verzug mit „nicht vorhersehbaren Schwierigkeiten“, macht aber gleichzeitig auf eine Reihe unterschriebener Mietverträge aufmerksam.

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„Wir machen uns deshalb überhaupt keine Sorgen. Wir haben keinen Zweifel daran, dass die Ladenfläche komplett vermietet wird. Wir können sogar auswählen, wen wir als Mieter nehmen.“ Das Ihme-Zentrum bezeichnet Windhorst als „eines der interessantesten Immobilienprojekte in ganz Deutschland“ und erklärt, dass das Ihme-Zentrum bei einer Vermietung der Laden- und Gewerbefläche von 75.000 Quadratmetern für 16, 17, 18 oder 19 Euro bald 400 Millionen Euro wert sein wird.

Windhorst betont auf Nachfrage der „HAZ“, ob der Zeitplan zur Sanierung eingehalten werden könne, dass dies weiterhin sein Ziel sei und letztendlich er der Leidtragende wäre, würde sich der Zeitplan nach hinten verschieben. Für die Stadt Hannover entstünde kein Schaden. „Im Ihme-Zentrum steckt mein Geld. Deshalb habe ich ein hohes Interesse daran, dass es so schnell wie möglich fertig wird“, sagt er. Der Zeitplan schreibt vor, dass bis Juli dieses Jahres 70 Prozent der gesamten Fassade saniert werden sollen, bis Mitte 2023 dann der Rest. Am 30. Juni 2023 soll das Ihme-Zentrum neu eröffnet werden. Je länger die Sanierung der Immobilie noch dauert, desto mehr koste sie ihn.

RND/simm

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