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Lange Schlangen vor dem langen Wochenende: So sollten Sie Ihren Einkauf planen

  • Seit die Notbremse gegen das Coronavirus in Kraft ist, kam es immer wieder zu Warteschlangen vor Supermärkten.
  • Denn in Regionen mit vielen Corona-Infektionen dürfen nur noch wenige Kunden gleichzeitig in die Geschäfte.
  • Wegen des Feiertags am 1. Mai könnte sich die Situation noch mal verschärfen, weshalb Handelsverbände zu umsichtigen Einkäufen aufrufen.
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Seit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes in der vergangenen Woche gilt für den Lebensmittelhandel bundesweit eine eherne Regel: Steigt die örtliche Inzidenz über 100, dürfen weniger Kunden gleichzeitig im Geschäft sein. Das hat schon am vergangenen Wochenende zu teilweise langen Schlangen vor Geschäften geführt – was sich nun vor dem verlängerten Wochenende wiederholen könnte. Der Verband der Lebensmittelhändler (BVLH) rät deshalb, in Randzeiten einkaufen zu gehen, allein unterwegs zu sein und Einkäufe möglichst schnell abzuwickeln.

Denn vielerorts verschärft die sogenannte Bundesnotbremse die Situation, wie BVLH-Sprecher Christian Boettcher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärt hat: Die Maximalzahl der Kunden reduziere sich bei hohen Inzidenzen, die Menschen müssten aber für sich und ihre Familien weiterhin Lebensmittel einkaufen. „Die Kundenzahl reduziert sich also nicht, was natürlich zu Warteschlangen führen kann“, so Boettcher.

Mehr Menschen wollen am Wochenende einkaufen

Zu beobachten war das in einigen Regionen schon am vergangenen Wochenende, als die Notbremse in Regionen mit hoher Inzidenz erstmals griff. Doch vor dem bevorstehenden Wochenende könnte sich die Situation verschärfen. Schließlich ist der 1. Mai ein Feiertag und fällt in diesem Jahr zugleich auf einen Samstag – ausgerechnet in einer Zeit, in der laut Boettcher zunehmend viele Menschen ihren wegen der Pandemie einzigen Einkauf pro Woche gern am Wochenende erledigen.

Ob nun viele Menschen ihren Einkauf vorziehen und ob es deshalb zum großen Gedrängel vor den Supermärkten kommt, vermag Boettcher indes nicht zu beantworten. Auch, weil die Auslastung der Filialen von vielen Faktoren abhängt: „Wo viele Lebensmittelgeschäfte innerhalb weniger Minuten erreichbar sind, ist die Situation möglicherweise entspannter als dort, wo die Geschäftsdichte geringer ist“, sagt Boettcher. Auch könne es in ländlichen Regionen entspannter als in Ballungszentren zugehen.

Ist die Notbremse kontraproduktiv?

Sofern es einzurichten sei, rät Boettcher deshalb zu Einkäufen möglichst in der Wochenmitte, wo bislang die Filialen tendenziell am leersten sind. „Für wen das nicht infrage kommt, der kann auf die Randzeiten, also den frühen Morgen oder den Abend kurz vor Ladenschluss ausweichen“, empfiehlt Boettcher. Er bittet Kunden außerdem, Einkäufe mithilfe eines Einkaufszettels möglichst schnell abzuwickeln und lieber allein einkaufen zu gehen.

Zugleich bekräftigt Boettcher die Kritik am Infektionsschutzgesetz, die Handelsvertreter schon länger hegen: „Anstatt Menschenansammlungen zu vermeiden, bewirkt die bundeseinheitliche Notbremse vor Supermärkten und Discountern genau das Gegenteil.“

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