Wer braucht eigentlich Kryptowährungen?

  • Spätestens seit der Wechselkurs des Bitcoin wahlweise durch die Decke geht oder abstürzt, ist das Thema Kryptowährungen in aller Munde.
  • Manche hoffen auf schnellen Reichtum, andere sagen der Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin und andere Digitalwährungen basieren, ein enormes Potenzial voraus.
  • Was steckt eigentlich dahinter?
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Seit wann gibt es Kryptowährungen?

Berlin. Der Bitcoin als „Mutter aller Digitalwährungen“ tauchte 2008 als Reaktion auf die Weltfinanzkrise auf. Grundidee war die Schaffung eines Geldsystems, das unabhängig von Regierungen und Zentralbanken funktioniert. Das Konzept wurde Ende 2008 von einem Entwickler Namens Satoshi Nakamoto beschrieben, wobei nicht klar ist, ob sich hinter diesem Pseudonym eine einzelne Person oder eine Gruppe verbirgt. Inzwischen arbeiten Tausende Entwickler weltweit an der Verbesserung der Währung.

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Wie funktioniert Bitcoin?

Die Basis von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist die sogenannte Blockchain-Technologie. Blockchain ist im Prinzip nichts anderes als ein Programmiercode, der Millionen Computer miteinander verbindet, Informationen dezentral speichert und miteinander abgleicht. Dadurch entsteht eine nahezu fälschungssichere Datenbank. Am leichtesten kann man sich eine Kryptowährung wie ein digitales und dezentral gespeichertes Kassenbuch vorstellen.

Wenn es keine Zentralbank gibt, wer legt dann den Wert des Bitcoin fest?

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Die Antwort lautet: niemand. Und: alle. Beim Bitcoin gibt es keine zentrale Instanz und somit keine Währungshüter. In der Theorie ist Währung wertstabil, weil die Geldmenge stark begrenzt ist. Um Bitcoin zu schaffen, sind hochkomplexe Computeroperationen nötig, die sehr viel Rechenleistung und Energie verbrauchen. Da allerdings auch zahlreiche Spekulanten auf die Wertentwicklung des Bitcoin wetten, schwankt der Wechselkurs zu Währungen wie dem Euro oder dem Dollar stark. Das macht es schwierig, Bitcoin als Zahlungsmittel zu nutzen.

Warum haben Kryptowährungen so ein schlechtes Image?

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Neben der hohen Volatilität der Wechselkurse werden Kryptowährungen vor allem wegen ihres hohen Stromverbrauchs kritisch gesehen. Laut einer Berechnung der britischen Universität Cambridge benötigt das Bitcoin-System derzeit so viel Strom wie das Land Pakistan. Ein weiteres Problem ist, dass Kryptowährungen nicht nur für Zocker und Glücksritter interessant sind, sondern auch für Kriminelle, da sie anonyme Geldtransfers ermöglichen. Für Geldwäsche und Schutzgelderpressungen ist Bitcoin die Währung der Wahl.

Warum wird Kryptowährungen ein so großes Potenzial vorausgesagt?

Kryptowährungen bedrohen das Kerngeschäft der Banken, da sie in Sekundenschnelle weltweite Geldtransfers ohne Konten und Gebühren ermöglichen. Die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie gehen aber noch weit darüber hinaus. Experten rechnen damit, dass Blockchain-Branchen wie die Logistik, Energiewirtschaft, aber auch den Kunst- und Kulturbetrieb revolutionieren könnte.

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