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Hoffnung auf Erholung nach Corona-Krise zerschlagen

Studie: Konsumklima wegen Krieg in der Ukraine auf historischem Tief

Kunden im Supermarkt (Symbolfoto)

Nürnberg. Nach der zweiten Verschlechterung in Folge hat die Verbraucherstimmung in Deutschland ein historisches Tief erreicht. Sowohl die Erwartungen der Deutschen hinsichtlich der konjunkturellen Aussichten und hinsichtlich ihrer Einkommen als auch ihre Kauflust hätten im April spürbare Dämpfer erhalten, teilte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK auf der Basis seiner jüngsten Konsumklimastudie am Mittwoch mit. Die Gesamtlage sei auf den tiefsten Stand seit dem Beginn der Erhebungen im Jahr 1991 abgerutscht. Mit der schlechten Stimmung werde sogar der bisherige Tiefstand aus dem April 2020 unterschritten - dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle mit einem weitgehenden Lockdown, heißt es von GfK.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Ein klar spürbarer Anstieg der Sparneigung im April habe den Absturz noch einmal beschleunigt. „Der Ukraine-Krieg sowie die hohe Inflation haben der Verbraucherstimmung einen schweren Schlag versetzt. Damit haben sich die Hoffnungen auf eine Erholung als Folge der Lockerungen pandemiebedingter Beschränkungen endgültig zerschlagen“, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

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Bürkl: Trendwende nur durch Frieden

Die Energiepreise seien infolge der Verunsicherung durch den Krieg in der Ukraine sowie umfangreicher Sanktionen gegenüber Russland stark gestiegen - dies habe die Einkommensaussichten der Verbraucher abrutschen lassen. Hohe Inflationsraten ließen die Kaufkraft der Konsumenten deutlich schmelzen. Bei den Einkommenserwartungen sei zuletzt im Februar 2003 ein schlechterer Wert gemessen worden.

„Eine nachhaltige Trendwende beim Konsumklima wird es nur dann geben können, wenn es beim Krieg in der Ukraine zu erfolgreichen Friedensverhandlungen kommt“, sagte Bürkl. Derzeit aber sähen die Verbraucher eine echte Rezessionsgefahr. Im Sog dessen sei die Kauflust schon zum dritten Mal in Folge gesunken. „Wenn für Benzin, Heizöl und Gas deutlich mehr ausgegeben werden muss, bleiben entsprechend weniger finanzielle Mittel für andere Anschaffungen“, heißt es von den Konsumexperten aus Nürnberg.

RND/dpa

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