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Keine Lust auf Shopping im Corona-Jahr: stärkster Rückgang der Kaufkraft seit 1970

  • Der private Konsum in Deutschland ist aufgrund der Corona-Krise stark eingebrochen.
  • Wie das Statistische Bundesamt berichtet, gaben die Haushalte im vergangenen Jahr 5 Prozent weniger aus als im Vorjahr.
  • In der zweiten Jahreshälfte zog zumindest die Kaufkraft bei langlebigen Gütern, wie Autos oder Möbeln, wieder an.
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Wiesbaden. Die Corona-Krise hat den privaten Konsum in Deutschland stark gedrosselt. Die Haushalte gaben im vergangenen Jahr preisbereinigt 5,0 Prozent weniger aus als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Das war der stärkste Rückgang seit 1970 und unterscheidet sich fundamental vom Verbraucherverhalten in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, als der private Konsum weniger zurückging und die deutsche Volkswirtschaft stützte.

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Vor allem während der ersten Jahreshälfte gingen die Ausgaben in fast allen Bereichen zurück. Im ersten Lockdown entfielen unter anderem Kosten für Bahn- und Flugreisen genauso wie für Restaurantbesuche. Lediglich für Nahrungsmittel und Getränke gaben die Menschen mehr Geld aus. Im Gesamtjahr stieg dieser Posten um 6,3 Prozent.

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Zweite Jahreshälfte: Kaufinteresse an Autos und Möbel steigt

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Im zweiten Halbjahr wuchs aber die Bereitschaft, langlebige Konsumgüter anzuschaffen. Dazu zählen Autos, Möbel oder größere Elektrogeräte. Nach einem Rückgang um 8,5 Prozent in der ersten Jahreshälfte wurden im zweiten Halbjahr 7,8 Prozent mehr ausgegeben als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hier dürfte auch die vorübergehende Absenkung der Mehrwertsteuer eine Rolle gespielt haben, vermuteten die Statistiker.

RND/dpa

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