Konjunkturumfrage: Deutsche Unternehmen schauen optimistisch in die Zukunft

  • Die meisten Unternehmen schauen zuversichtlich auf das laufende Jahr – das zeigt eine aktuelle Konjunkturumfrage.
  • Trotz anhaltender Pandemie erwarten mehr als die Hälfte der Befragten ein besseres Geschäft als im Krisenjahr 2020.
  • Doch zwischen den verschiedenen Branchen gibt es teils große Unterschiede – besonders die Industrie zeigt sich optimistisch.
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Köln. Angesichts deutlich gesunkener Corona-Inzidenzzahlen und steigender Impfquoten wächst der Optimismus in der deutschen Wirtschaft. „Erstmals seit Beginn der Pandemie schauen die meisten Unternehmen richtig zuversichtlich auf das laufende Jahr“, fasste das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag in Köln das Ergebnis seiner jüngsten Konjunkturumfrage zusammen. „Aktuell verliert die Pandemie ihren Schrecken“, sagte IW-Konjunkturchef Michael Grömling.

Viele Unternehmen planen bereits neue Investitionen

Gut die Hälfte (51 Prozent) der 2000 befragten Unternehmen rechnet demnach für das laufende Jahr mit einer höheren Produktion als im Krisenjahr 2020. Nur noch 15 Prozent erwarten schwächere Geschäfte. Rund 43 Prozent der Unternehmen wollen mehr Beschäftigte einstellen als im vergangenen Jahr, rund 42 Prozent wollen mehr investieren. Im Vergleich zur Befragung im Frühjahr hat sich die Stimmung damit deutlich aufgehellt.

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Allerdings gibt es zwischen den Branchen noch große Unterschiede. Am größten ist der Optimismus in der Industrie: Hier schauen 59 Prozent der Firmen optimistisch in die Zukunft, obwohl aktuell Lieferprobleme bei wichtigen Vorprodukten wie Chips die Produktion bremsen. Im Dienstleistungssektor rechnet immerhin etwa jedes zweite Unternehmen mit besseren Geschäften. In beiden Branchen gehen lediglich 13 Prozent der Firmen von einer geringeren Produktion als 2020 aus.

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Trotz des verbreiteten Optimismus werde es Jahre dauern, bis der durch die Corona-Pandemie verursachte Einbruch wieder ausgeglichen sei, sagte IW-Konjunkturexperte Grömling. Wichtig sei jetzt vor allem, dass ein erneuter Lockdown vermieden werde.

RND/dpa

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