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Kolumne „Chefinnensache“

Wir brauchen mehr Frauen in den Naturwissenschaften!

Eine Wissenschaftlerin arbeitet an einem spanischen Forschungsinstitut (Archivbild, Symboldbild).

Berlin, wir haben ein Problem! Uns geht der Technachwuchs aus. 320.600 Arbeitskräfte fehlen aktuell mit Kompetenzen in den Mint-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. In den Unternehmen merken wir seit Jahren, dass es immer schwieriger wird, neues Fachpersonal zu finden. Ein ernsthaftes Problem für unsere Wettbewerbsfähigkeit!

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Klar ist, dass der Nachwuchs im Techbereich nicht vom Himmel fällt. Der Grundstein wird bereits in der Schule gelegt. Hier gibt es viel Potenzial, um die Mint-Fächer zu stärken. Mein Vorschlag: Jeder Schüler sollte zum Beispiel bis zu seinem Schulabschluss mindestens zwei Mint-Fächer belegen müssen und eine Naturwissenschaft als versetzungsrelevant eingestuft werden.

Freie Tage während der Menstruation: Wäre das auch in Deutschland sinnvoll?

Wer unter schlimmen Regelschmerzen leidet, soll in Spanien bald per Gesetz freie Tage bekommen. Ist das auf Deutschland übertragbar? Um das zu beantworten, muss man einen entscheidenden Unterschied der Gesundheitssysteme kennen.

Dafür braucht es ausreichend und gute Mint-Lehrer, weshalb das Thema Weiterbildung für Lehrkräfte als auch die Ermöglichung von Quereinsteigern dringend nötig sein wird. Um schnell eine Verbesserung zu erreichen, könnte auch die Lebensarbeitszeit bei Lehrern verlängert werden – attraktiv ausgestaltet natürlich.

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Wir brauchen mehr Frauen in Mint-Berufen

Ein weiteres Problem ist der geringe Frauenanteil in den Mint-Berufen. 2021 lag er lediglich bei 15,5 Prozent. Wir brauchen dringend mehr Frauen in den gut bezahlten Mint-Berufen. In der Schule müssen wir daher Stereotypen und Vorurteilen entgegenwirken, Mut machen und weibliche Vorbilder in Schulbüchern sichtbarer machen. Mint bietet beste Chancen für den Arbeitsmarkt, für hohe Löhne und die Karriere. Das sollte allen Schülern vermittelt werden.

Das Nationale Mint-Forum hat in dieser Woche bereits zum zehnten Mal getagt – doch passiert ist bislang zu wenig. Nun hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) die Chance und Mitverantwortung, das Ruder rumzureißen und das Versprechen ihrer Partei für die ‚weltbeste Bildung‘ einzulösen. Wir Unternehmer sind gespannt und hoffen darauf, dass sie zusammen mit den Ländern wirklich ins Handeln kommt. Denn: „Machen ist wie wollen, nur krasser!“

Sarna Röser ist Vorsitzende des Verbands Die jungen Unternehmer und designierte Nachfolgerin für das 1923 gegründete Familienunternehmen Zementrohr- und Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH in Baden-Württemberg. Sie schreibt donnerstags im wöchentlichen Wechsel über Transformation, Digitalisierung und den weiblichen Blick auf die Wirtschaft.

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