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  • Klimawandel treibt Inflation voran: Studie von Greenpeace, DIW und University of London veröffentlicht

Studie zeigt: So treibt der Klimawandel die Inflation

  • Dürren lassen Preise steigen, Katastrophen reduzieren die Nachfrage.
  • Das ist das Ergebnis einer Studie von Greenpeace und dem Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung.
  • Experten appellieren an die Europäische Zentralbank.
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Frankfurt. Extremwetterereignisse wie jüngst die Flutkatastrophe im Ahrtal und an der Erft gefährden die Preisstabilität. Das geht aus einer aktuellen Studie von Greenpeace Deutschland, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und der SOAS University of London hervor.

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Daher forderten am Donnerstag sechs Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten vor der Europäischen Zentralbank (EZB) Maßnahmen gegen die Klimakrise. Sie haben das Wort „Zukunft“ als etwa sieben Meter breite und zwei Meter hohe Eisskulptur aufgestellt.

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Wir protestieren dagegen, was der jüngeren Generation droht. Ihre Zukunft schmilzt dahin.

Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace

Anlass ist die Sitzung des EZB-Rates, des obersten Beschlussgremiums der europäischen Notenbanken. „Wir protestieren dagegen, was der jüngeren Generation droht. Ihre Zukunft schmilzt dahin“, warnt Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace.

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Die Studie untersucht, wie sich Dürren, Stürme und Überschwemmungen auf die Preise im Euro-Raum auswirken. „Dürren können Preise steigen lassen. Flutkatastrophen und Stürme können aber auch durch das zerstörte Vermögen die Nachfrage reduzieren und zu einer Preissenkung führen“, erklärt Alexander Kriwoluzky, Abteilungsleiter Makroökonomie am DIW Berlin. Zunehmende Extremwetterereignisse werden ihm zufolge diese Entwicklung noch verstärken.

„Die EZB muss in ihrem ureigenen Interesse an der Dekarbonisierung unserer Wirtschaft mitwirken. Um ihrem Auftrag, für stabile Preise zu sorgen, gerecht zu werden, bedarf es einer schnellen Antwort der EZB im Kampf gegen den Klimawandel“, sagt DIW-Ökonomin Jana Wittich.

RND/may

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