Kirchensteuer für Berufseinsteiger könnte sinken

  • Die Evangelische Kirche debattiert darüber, die Kirchensteuer für Berufseinsteiger zu senken oder zeitweise ganz auszusetzen.
  • Hintergrund ist der starke Mitgliederverlust.
  • In Deutschland sind 2019 mehr als eine halbe Million Menschen aus der Kirche ausgetreten.
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Berlin. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) denkt über eine Absenkung der Kirchensteuer für bestimmte Gruppen nach. “Wir diskutieren darüber, ob es vernünftig ist, für die Gruppe der Berufseinsteiger mit der Kirchensteuer eventuell noch zu warten oder sie zu reduzieren”, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm der “Welt”. Auch erwäge man, “generell flexibler zu sein, bei der Kirchensteuer Rücksicht auf bestimmte Lebenssituationen zu nehmen, die das Kirchenrecht bisher nicht vorsieht, die menschlich aber nachvollziehbar sind”.

In Deutschland sind 2019 mehr als eine halbe Million Menschen aus der Kirche ausgetreten. Bei den Katholiken waren es 272.771, bei den Protestanten 270.000 Menschen. Wegen der Corona-Pandemie erwarten die Kirchen in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Steuereinnahmen. Deren Anteil beläuft sich je nach Bundesland auf acht oder neun Prozent der gezahlten Lohn- oder Einkommensteuer.

RND/dpa

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