Kein (in)offizieller Sommerschlussverkauf wegen Corona-Krise

  • Eigentlich gibt der Handelsverband Textil jedes Jahr das offizielle Datum des Sommerschlussverkaufes an.
  • Wegen der Corona-Krise verzichtet der Verband dieses Mal jedoch darauf.
  • Die Geschäfte müssten in der Krise einen individuellen Weg finden.
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Köln. Einen offiziellen Sommerschlussverkauf (SSV) wird es im Modehandel in diesem Jahr angesichts der Corona-Krise nicht geben. Entgegen der langjährigen Tradition werde der Handelsverband Textil (BTE) der Branche kein offizielles Datum für den Höhepunkt der sommerlichen Rabattschlacht vorschlagen, sagte der BTE-Sprecher Axel Augustin am Mittwoch in Köln.

Geschäfte sind auf individuelle Lösungen angewiesen

″Das liegt daran, dass in der Krise jedes Unternehmen einen individuellen Weg finden muss. Natürlich gibt es auch jetzt schon Rabatte in vielen Geschäften. Aber gerade an kleineren Standorten sind Händler auch darum bemüht, die Saison noch ein wenig zu verlängern”, so Augustin.

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Der Sommerschlussverkauf war bis 2004 gesetzlich genau geregelt. Seitdem können jedoch Einzelhändler nach Belieben über Rabattaktionen entscheiden. In der Praxis findet der Verbraucher deshalb mittlerweile fast das ganze Jahr hindurch Sonderangebote in den Geschäften.

Bis zu 40 Prozent weniger Umsatz

Dennoch hatte der Branchenverband bisher jedes Jahr einen Termin für den SSV benannt – traditionell den letzten Montag im Juli. Auch wenn es regelmäßig schon vorher große Rotstiftaktionen im Handel gab, sollte der Termin den Höhepunkt der Rabattschlacht markieren.

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Im ersten Halbjahr lagen die Umsätze im Modehandel nach Schätzungen des BTE um 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. “Viele Geschäfte kämpfen um ihr Überleben und die Strategien sind unterschiedlich – von frühem Sale bis zu länger stabilen Preisen”, begründete Augustin den Verzicht.

Der BTE hatte bereits im Mai empfohlen, die Sommersaison grundsätzlich zu verlängern, um so zumindest einen Teil des während der Ladenschließungen im März und April verlorenen Geschäfts aufzuholen.

RND/dpa

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