Karstadt Kaufhof übernimmt Reisebüros von Thomas Cook

  • Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Teile der Deutschland-Geschäfte von Thomas Cook.
  • Damit kann das Warenhaus die Zahl seiner Reisebüros verdoppeln.
  • Auch ehemalige Konkurrenten profitieren von der Pleite von Thomas Cook.
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Essen. Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof stärkt sein Touristik-Standbein durch die Übernahme von Teilen des Deutschland-Geschäfts des Pleite gegangenen Touristikriesen Thomas Cook. Insgesamt 106 Reisebüros und die deutsche Online-Plattform der Deutschland-Tochter würden von Galeria Karstadt Kaufhof übernommen und weitergeführt, sagte ein Sprecher des Warenhaus-Unternehmens am Dienstag. Darauf habe sich das Unternehmen mit dem Insolvenzverwalter geeinigt. Ein Großteil der Arbeitsplätze in den beiden Bereichen werde damit erhalten.

Galeria Karstadt Kaufhof verdoppelt Zahl der Reisebüros

Das Reisegeschäft von Galeria Karstadt Kaufhof umfasste bislang 78 Reisebüros in Warenhäuser sowie weitere 22 innerstädtische Reisebüros. Durch die Übernahme wird die Zahl der Reisebüros also mehr als verdoppelt. Zum übernommenen Online-Geschäft von Thomas Cook zählen die E-Commerce-Plattform und eine für das Reisegeschäft maßgeschneiderte IT sowie entsprechende Kundendaten.

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"Mit der künftig noch weitergehenden Verknüpfung von Online- und Offline-Fähigkeiten im Reisegeschäft schaffen wir den Sprung zum Omnichannel-Reiseanbieter", betonte der Chef von Galeria Karstadt Kaufhof, Stephan Fanderl.Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde sowie des Gläubigerausschusses von Thomas Cook.

Thomas-Cook-Konkurrenz profitiert von Pleite

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Die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook beschert unteredessen auch dem Konkurrenten Alltours einen kräftigen Wachstumsschub. Der Düsseldorfer Reiseveranstalter rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2019/2020 erstmals mit mehr als zwei Millionen Gästen. Das bedeute ein Plus von über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtete Alltours-Inhaber Willi Verhuven am Dienstag in Düsseldorf. Gut drei Viertel des Zuwachses seien auf die Pleite von Thomas Cook zurückzuführen.

RND/dpa