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Tüten und Strohhalme aus Plastik sollen bis 2022 in Kanada verboten sein

Plastik vermeiden: Strohhalme gibt es im Handel längst aus Glas oder Holz.

Kanada plant, bis zum Jahr 2022 verschiedene Einwegplastikprodukte zu verbieten. Dazu zählen unter anderem Plastiktüten, Strohhalme, Rührstäbchen, Einmalbesteck sowie schlecht recycelbare Kunststoffessensverpackungen. Das teilt die kanadische Regierung in einer Meldung auf ihrer Webseite mit. Und liefert Zahlen zum Istzustand: 15 Milliarden Plastiktüten schleppten die Kanadier pro Jahr nach Hause und 57 Millionen Strohhalme nutzten sie täglich.

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Wasser schützen, Jobs schaffen

Dass solche Produkte ab 2022 verboten sein sollen, ist Teil eines umfassenden Programms mit dem Ziel, dass Kanada ab dem Jahr 2030 keinen Plastikmüll mehr produziert. “Zu unserem Plan gehört es, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft umzusetzen sowie Standards für recycelte Inhalte und Ziele für Recyclingraten zu definieren”, sagt Jonathan Wilkinson, kanadischer Umweltminister. Der Plan solle langfristig die Tierwelt und das Wasser schützen, Treibhausgasemissionen reduzieren und neue Jobs schaffen, heißt es in der Mitteilung.

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“Plastik verschmutzt unsere Flüsse, Teiche und Meere. Mikroplastik landet im Wasser, das wir trinken”, erklärt die Regierung den Hintergrund des Verbots. Jedes Jahr schmissen die rund 38 Millionen Einwohner Kanadas drei Millionen Tonnen Plastikmüll in den Abfalleimer. Nur 9 Prozent davon würden recycelt werden – der Großteil friste sein Dasein nach dem Benutzen auf Deponien. Rund 29.000 Tonnen gelangten zudem in die Umwelt.

Deutschland verbietet Einmalplastik

In Deutschland hat der Bundestag einem Verkaufsverbot von Wegwerfplastik zugestimmt. In Kraft tritt es erst, wenn der Bundesrat darüber beraten hat. Rund 30 Kilogramm Leichtverpackungen pro Person, insgesamt 2,5 Millionen Tonnen, hat ein Deutscher 2018 im Schnitt in den gelben Sack geworfen, berichtet das Statistische Bundesamt. Zu den Leichtverpackungen zählen überwiegend Verpackungen aus Kunststoffen sowie aus Leichtmetallen wie Aluminium oder Weißblech und Verbundmaterialien.

“Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff sowie To-go-Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerfessenbehälter aus Styropor sind künftig nicht mehr erlaubt”, heißt es auf der Webseite der Bundesregierung. Einen Alleingang lege Deutschland dabei nicht hin. Ab dem 3. Juli 2021 dürfe in der gesamten Europäischen Union kein Einwegplastik mehr produziert werden.

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