Japan mit größtem Exporteinbruch seit zehn Jahren

  • Die Corona-Pandemie haben die japanischen Experte im ersten Halbjahr 2020 so stark einbrechen lassen wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.
  • Allein Japans wichtiger Autoexport brach in den ersten sechs Monaten um 30,9 Prozent ein.
  • Die Nummer Drei der Weltwirtschaft verzeichnete in der ersten Hälfte des Jahres ein Handelsbilanzdefizit von 2,24 Billionen Yen.
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Tokio. Japans Exporte sind in der ersten Jahreshälfte wegen der Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr.

Wie die Regierung am Montag bekanntgab, verringerten sich die Ausfuhren der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zwischen Januar und Juni im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 15,4 Prozent auf rund 32,4 Billionen Yen (261 Milliarden Euro).

Stärkster Einbruch seit 2009

Das ist der schwerste Einbruch auf Halbjahresbasis seit einem Exportrückgang von 22,8 Prozent in der zweiten Hälfte des Jahres 2009 im Zuge der globalen Finanzkrise. Hintergrund ist die stark gesunkene Nachfrage in Übersee nach japanischen Autos und anderen Industriegütern wegen der Pandemie.

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Allein Japans wichtiger Autoexport brach im Berichtszeitraum um 30,9 Prozent ein, wie aus den vorläufigen Daten der Regierung hervorgeht. Bei Autoteilen musste Japan einen Rückgang von 29 Prozent zum Vorjahreszeitraum verkraften.

Die Nummer Drei der Weltwirtschaft verzeichnete in der ersten Hälfte des Jahres ein Handelsbilanzdefizit von 2,24 Billionen Yen, der größte Fehlbetrag seit der zweiten Jahreshälfte 2014. Die Importe des Landes waren um 11,6 Prozent auf 34,6 Billionen Yen zurückgegangen. Es ist das vierte Halbjahr in Folge, dass Japan rote Zahlen in seiner Handelsbilanz schrieb.

RND/dpa

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