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Kommentar zur Groß­investition in Ostdeutschland

Intel in Magdeburg: Sachsen-Anhalt gelingt ein großer Wurf

Ein Intel-Prozessor auf der Computer­messe Cebit in Hannover (Symbolfoto). Der US-Chip­hersteller Intel wird Milliarden in eine neue Chip­fabrik in Magdeburg investieren.

Berlin. „Eulenberg“ – das klingt mehr nach Naturschutz­reservat als nach Hightech-Standort. Und doch wird das gleichnamige Magdeburger Gewerbe­gebiet schon bald europaweit ein Inbegriff von Hoch­technologie sein.

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Mit einer Mega­investition von anfangs 17 und perspektivisch bis zu 70 Milliarden Euro stellt der US-Chip­hersteller Intel am „Eulenberg“ nicht nur die Tesla-Ansiedlung in Brandenburg in den Schatten, sondern auch das womöglich größte Projekt in Ostdeutschland überhaupt auf den Acker der Magdeburger Börde.

Nach vielen Jahren des Hinterher­hinkens und der Abwicklung nicht mehr tragfähiger Industrien gelingt Sachsen-Anhalt nun der große Wurf. Spätestens im Frühjahr 2023 will Intel am „Eulenberg“ bauen, es entstehen mehrere Tausend Arbeits­plätze beim Chip­konzern selbst und bei Zulieferern.

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Intel stößt mit dem Projekt auf eine weltweite riesige Nachfrage. Weil die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens durchdringt, steigt der Bedarf an Halbleitern. Schätzungen gehen davon aus, dass der weltweite Markt 2021 um 25 Prozent gewachsen ist.

Was letztlich den Ausschlag für Sachsen-Anhalt gab, ist nicht mit einem Satz zu sagen. Im Rennen waren auch Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Wahrscheinlich hatte Magdeburg mit 350 Hektar zusammen­hängender Fläche, gutem Fachkräfte­potenzial durch Uni und Hoch­schule sowie einer entsprechenden Förder­kulisse die besten Karten.

Der Bau einer Chip­fabrik in Europa muss massiv gefördert werden, weil es in Asien wesentlich billiger ist. Aber inzwischen ist Geld allein nicht mehr das Entscheidende. Die geo­politischen Spannungen zwischen China und den USA dürften auch eine Rolle spielen. Eine Abhängigkeit von Zulieferungen aus der Mikro­elektronik könnte künftig noch größere Probleme bereiten als die von Öl und Gas wie im Fall Russlands.

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