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Kolumne „Der Haushälter“

Sparer müssen jetzt die Nerven behalten

Das wird erst mal keine gute Idee bleiben: Geld auf dem Sparbuch.

Das wird erst mal keine gute Idee bleiben: Geld auf dem Sparbuch.

Vergangene Woche erhöhte die US-Notenbank die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte. Die Europäische Zentralbank zieht vermutlich im Juli nach. Die Zeit der Negativzinsen ist vorbei.

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Die Märkte nehmen die Zinswende vorweg. Es gibt wieder seriöses Festgeld mit über einem Prozent Zins pro Jahr. Die Bauzinsen klettern schon seit Anfang des Jahres.

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Der Realzins ist entscheidend

„Negativzinsen“, das war lange das Reizwort schlechthin. Dabei kommt es auf den Realzins an. Das ist die Differenz von Bankzins minus Inflation – und der war seit 2004 bis auf ein Jahr stets negativ. Nur der Realzins zeigt, ob Ihr Geld auf dem Konto im Wert steigt oder sinkt.

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Und weil die Inflation aktuell so schmerzhaft hoch ist und aufs Jahr gerechnet wohl um die 6 Prozent liegen wird, nützen die steigenden Zinsen nicht viel: Der (reale) Wertverlust wird etwa dreimal so hoch ausfallen wie im schlechtesten Jahr mit Negativzins.

Für uns Sparer heißt das: Nerven behalten. Ja, das Geld verliert auf dem Sparkonto an Wert. Aber das ändert nichts an den drei Grundprinzipien der Geldanlage.

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Erstens: Halten Sie drei Nettogehälter zurück, falls mal das Auto streikt oder ein Jobwechsel ansteht. Als Tagesgeld. Zweitens: Legen Sie einen Teil sicher an. Als Festgeld. Drittens: Legen Sie den Rest so an, dass der Wertzuwachs die Inflation übertreffen kann. Dafür eignen sich breit gestreute Aktienfonds auf Firmen aus aller Welt.

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Rendite ohne Risiko gibt es nicht

Investieren Sie nur Geld, das Sie 15 Jahre lang nicht benötigen. So können Sie schlechte Börsenjahre aussitzen. Wie hoch der Aktienanteil sein sollte, hängt ab von Risikofreude, Alter und Sparziel – typisch wäre etwa die Hälfte. Doch legen Sie nicht alles in Aktien an, und lassen Sie sich nicht auf „todsichere Geschäfte mit hoher Rendite“ ein. So etwas gibt es nicht.

Mein Tipp: Legen Sie Festgeld nur bei einer Bank in einem stabilen EU-Land an. Und höchstens für ein Jahr, denn die Zinsen werden weiter steigen. Dieses Jahr machen wir alle etwas Verlust. Aber trösten Sie sich: Es kommen wieder bessere Zeiten.

Matthias Urbach ist Vizechefredakteur des Geldratgebers „Finanztip“, der zur gleichnamigen Stiftung gehört. Er erklärt an dieser Stelle immer dienstags, wie man Gelddinge selbst regelt. Weitere Tipps gibt Urbach im wöchentlichen Verbraucher-Newsletter (finanztip.de/newsletter).

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