Inflation in der Eurozone steigt erneut

  • Die Inflation in der Eurozone zieht erneut an.
  • Laut einer Schätzung des Statistikamts Eurostat lagen die Verbraucherpreise 1,6 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor.
  • Den bei weitem stärksten Preisanstieg verzeichnete im April der Bereich Energie.
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Luxemburg. Die Inflation in der Eurozone ist erneut gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen im April 1,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde das Ergebnis der ersten Schätzung bestätigt. Im März hatte die Inflationsrate in den Ländern mit der Eurowährung noch bei 1,3 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im April um 0,6 Prozent.

Inflationsziel der EZB beträgt knapp zwei Prozent

Den bei weitem stärksten Preisanstieg verzeichnete im April Energie mit einem Zuwachs zum Vorjahresmonat um 10,4 Prozent. Dies ist auch eine Folge des drastischen Preiseinbruchs der Rohölpreise während der ersten Corona-Welle vor einem Jahr. Lebens- und Genussmittel verteuerten sich im April weniger stark als im März. Die Preisanstiege von Dienstleistungen und industriell gefertigten Waren waren unterdurchschnittlich.

Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) beträgt mittelfristig knapp zwei Prozent und rückt zunehmend in Reichweite. Analysten gehen davon aus, dass es in den kommenden Monaten merklich übertroffen wird. Die EZB hat jedoch bereits angekündigt, ihre Geldpolitik wegen des Preisanstiegs zunächst nicht ändern zu wollen. Sie betrachtet den stärkeren Preisauftrieb als temporäres Phänomen.

RND/dpa

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