Inflation im Euro-Raum liegt bei nur noch 0,1 Prozent

  • Nach einer ersten Schätzung von Eurostat liegt die Inflationsrate im Euro-Raum im Mai bei nur noch 0,1 Prozent.
  • Im April hatte die Teuerungsrate noch 0,3 Prozent betragen.
  • Der weitere Rückgang ist vor allem auf günstige Energiepreise zurückzuführen.
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Die Inflationsrate im Euro-Raum sinkt weiter. Nach einer Schätzung von Eurostat liegt sie im Mai nur noch bei 0,1 Prozent. Das ist die niedrigste Inflationsrate seit Juni 2016. Im April hatte die jährliche Rate noch bei 0,3 Prozent gelegen.

Entscheidend für die schwache Inflation sind vor allem die Energiepreise. Energie ist im Schnitt 12,0 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Ausschlaggebend dürfte vor allem der Einbruch der Rohölpreise sein. Teurer werden weiterhin vor allem Lebensmittel, Alkohol und Tabak (3,3 Prozent), gefolgt von Dienstleistungen (1,3 Prozent). Industriegüter ohne Energie verteuern sich kaum (0,2 Prozent).

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht ein Preissteigerungsniveau von knapp 2 Prozent an. Dieses Ziel ist derzeit außer Reichweite. Fachleute rechnen nicht damit, dass sich daran schnell etwas ändert. Die Corona-Krise dürfte die Lohnentwicklung und die Konsumnachfrage dämpfen, lautet ein Argument.

ang/RND/dpa

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