Importpreise sind so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr

  • Güter, die nach Deutschland importiert werden, sind laut Statistischem Bundesamt so teuer wie seit vier Jahrzehnten nicht.
  • Im Jahresvergleich sind die Preise im Juni um 12,9 Prozent gestiegen.
  • Besonders stark sind die Preisen für Energieeinfuhren angestiegen -im Vergleich zum Vorjahr um 88,5 Prozent.
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Wiesbaden. Nach Deutschland importierte Güter haben sich erneut stark verteuert. Im Jahresvergleich seien die Einfuhrpreise im Juni um 12,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Experten hatten mit einer hohen Jahresrate gerechnet, waren im Schnitt aber nur von einem Zuwachs um 12,6 Prozent ausgegangen.

Eine höhere Vorjahresveränderung gab es laut Bundesamt zuletzt im Oktober 1981 in der zweiten Ölpreiskrise. Bereits im Mai waren die Importpreise im Jahresvergleich um 11,8 Prozent gestiegen.

Preise für Energieeinfuhren erhöhten sich um 88,5 Prozent

Den starken Anstieg führte das Bundesamt vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurück: „Energieeinfuhren waren im Juni 2021 um 88,5 Prozent teurer als im Juni 2020.“ Die Statistiker verwiesen auf einen Basiseffekt, hervorgerufen durch das niedrige Preisniveau für Energie im Juni 2020. Ohne Energie stiegen die Importpreise im Jahresvergleich um 7,2 Prozent.

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Die Preise für importierte Vorleistungsgüter stiegen ebenfalls kräftig, um 17,1 Prozent. Gegenüber Juni 2020 verteuerten sich in diesem Bereich vor allem Eisenerze, deren Preise sich fast verdoppelt haben.

RND/dpa

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