Immobilien in Deutschland verteuern sich weiter rasant

  • Die Kaufpreise für Immobilien in Deutschland steigen weiterhin schnell.
  • Im dritten Quartal verteuerten sich Häuser und Wohnung laut statistischem Bundesamt um durchschnittlich 4,9 Prozent.
  • Seit 2015 hat sich der Boom demnach noch beschleunigt.
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Wiesbaden. Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland steigen weiter kräftig. Im dritten Quartal verteuerten sich Immobilien durchschnittlich um 4,9 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Vor allem in den größten sieben deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf schossen die Preise nach oben: Dort mussten Käufer für Wohnungen 9 Prozent mehr bezahlen als im dritten Quartal 2018. Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten 7,5 Prozent mehr.

In den übrigen deutschen Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern verteuerten sich Wohnungen um 5,8 Prozent und Häuser um 7,8 Prozent. In städtischen Kreisen außerhalb von kreisfreien Großstädten kletterten die Preise für Wohnungen und Häuser um rund 5 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker.

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Boom hat sich beschleunigt

Niedrige Zinsen, die gute Konjunktur und Bevölkerungswachs treiben die Preise für Wohnungen und Häuser vielerorts seit Jahren nach oben. Auch immer teureres Bauland sorgt für Druck. Zwischen 2008 und 2018 sind die Preise für Immobilien in Deutschland um fast 50 Prozent gestiegen, hatten jüngst Daten des Statistisches Bundesamtes gezeigt. Seit 2015 hat sich der Boom demnach noch beschleunigt.

Das steht im Kontrast zur Entwicklung der Mieten: Die stiegen laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im ersten Halbjahr 2019 zwar ebenfalls um 4,4 Prozent. Doch der Anstieg verlangsamte sich deutlich, im Vorjahreszeitraum lag er noch bei 5,4 Prozent.

RND/dpa/hö

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